Zunehmende E-Mobilität fordert Energiebranche heraus

ZEW-Energiemarktbarometer

Die E-Mobilitätsziele werden aller Voraussicht nach nicht erreicht. Dennoch stellen mehr Elektroautos neue Herausforderungen für die Stromversorgung dar: Die Nachfrage nach Elektrizität steigt mit jedem neuen Elektroauto, und neue Ladestationen müssen ins Stromnetz integriert werden. Das ZEW-Energiemarktbarometer von Nikolas Wölfing, Robert Germeshausen, Wolfgang Habla und Lea-Sophie Markert hat vor diesem Hintergrund 168 Umfrage-Teilnehmer um Einschätzungen gebeten. weiterlesen…

pH-Wert im Pazifik sinkt

ZMT-Forscher untersuchen Ozeanversauerung

Nutzung fossiler Brennstoffe, Abholzung von Regen- und Mangrovenwäldern – der Mensch verursacht einen steten Anstieg von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Erdatmosphäre. Ozeane gelten als Senken für CO2. Sie nehmen mehr als 40% des vom Menschen verursachten Treibhausgases auf. Wenn CO2 aus der Atmosphäre mit dem Meerwasser zu Kohlensäure reagiert, sinkt der pH-Wert und es kommt zur sogenannten Ozeanversauerung. Dieser Prozess hat Auswirkungen auf kalkbildende Organismen wie Korallen, Muscheln oder einige Planktonarten und kann ihre Fähigkeit beeinflussen, ein voll funktionsfähiges Kalkskelett aufzubauen. Bisher fehlten zuverlässige Langzeitmessungen und historische Datensätze, die den Einfluss der CO2-Aufnahme auf den pH-Wert des Meeres verdeutlichen. weiterlesen…

19 Prozent Effizienz bei direkter solarer Wasserspaltung

Neuer Weltrekord

Einem internationalen Forscher-Team ist es gelungen, den Wirkungsgrad für die direkte solare Wasserspaltung zur Wasserstoffgewinnung auf 19 Prozent zu steigern. Sie kombinierten dafür eine Tandem-Solarzelle aus III-V-Halbleitern mit Rhodium-Nanopartikeln und kristallinem Titandioxid. An der am 25.06.2018 in den ACS Energy Letters publizierten Forschungsarbeit waren Teams des California Institute of Technology, der University of Cambridge, der TU Ilmenau und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE beteiligt. Ein Teil der Experimente fand am Institut für Solare Brennstoffe am Helmholtz-Zentrum Berlin statt. weiterlesen…

Deutsche wollen weder Plastikmüll im Meer, noch Genpflanzen

Umfrage belegt: Plastikmüll wird als Bedrohung gesehen, große Unterstützung für Meeresschutzgebiete

Eine große Mehrheit der Deutschen sieht die Vermüllung der Meere durch Plastik als Gefahr für den Naturschutz und unterstützt die Einrichtung von Meeresschutzgebieten. Die große Mehrheit der mehr als 2.000 Befragten der aktuellen Naturbewusstseinsstudie wünscht sich auch strengere Regeln und Gesetze, damit die Fischerei mehr für den Schutz der Meeresumwelt tut. Verbraucher wollen sich zudem darauf verlassen können, dass der Handel keine Produkte von bedrohten Fischarten anbietet. Ein Großteil der Bevölkerung spricht sich außerdem für eine Kennzeichnungspflicht von tierischen Produkten aus, die mit gentechnisch manipulierter Nahrung gefüttert wurden. Das sind einige Ergebnisse der alle zwei Jahre erscheinenden Naturbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, am 06.07.2018 in Berlin vorgestellt haben. weiterlesen…

Anzeichen für Solarzellen-Effizienz auf atomarer Ebene gefunden

Studie bietet neue Einblicke in vielversprechendes Solarzellenmaterial – „Rashba-Effekt“ entlarft

In den vergangenen zehn Jahren hat eine Familie von Materialien namens Metall-Halogenid-Perowskite, die Sonnenlicht effizient in Strom umwandeln können, die Solarzellenforschung aufgemischt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Silizium-Solarzellen müssen Perowskite nicht unter hohen Temperaturen und mit hoher Reinheit hergestellt werden, wodurch sie vergleichsweise billiger und einfacher zu verarbeiten sind. Noch wichtiger ist, dass sich der Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen – ein Maß dafür, wie viel Sonnenenergie sie in Strom umwandeln – seit 2009 fast versechsfacht hat, auf mehr als 20 Prozent. Dieser Effizienzsprung ist von keinem anderen Solarzellenmaterial erreicht – aber auch nicht hinreichend erklärt worden. Am Californian Institute of Technology (Caltech) ist man der Sache nachgegangen. weiterlesen…

E-Mobilität muss intelligenter und flexibler werden

Netzausbau anschieben und Ladeinfrastruktur renovieren

Amerikanische Supermärkte bieten der elektro-motorisierten Kundschaft inzwischen kostenloses Laden ihrer Batterien an. Der neue Europachef des US-Ladesäulen-Unternehmens Charge-Point („das weltweit führende und offenste Ladesystem für Elektrofahrzeuge“), Christopher Burghardt, weiß, warum: „Wenn ein Kunde 20 Minuten länger im Geschäft bleibt, bringt das im Schnitt mehr ein, als die zwei oder drei Euro pro Stunde Stromtanken“, sagte er Jutta Maier vom Fachmagazin bizz energy. Die Verweildauer an der Ladesäule werde dadurch verkürzt, dass ab der zweiten Stunde ein hoher kWh-Tarif berechnet werde. weiterlesen…

Blackouts dank E-Mobility?

Eine alte Sorge

Schon oft wurde davor gewarnt – das deutsche Niederspannungsnetz ist für die wachsende Menge an E-Fahrzeugen nicht hinreichend ausgelegt: Wenn die deutschen Stromversorger nicht bald handeln, drohen ab 2032 flächendeckende Stromausfälle. Das hat die Managementberatung Oliver Wyman gemeinsam mit der Münchner TUM School of Management herausgefunden und am 11.01.2018 in der Analyse „Der E-Mobilitäts-Blackout“ publiziert. Eine Alternative zum kostspieligen Netzausbau stelle allerdings die Flexibilisierung der Ladevorgänge dar. weiterlesen…

Altmaier bremst bei Sonderausschreibungen

Schulze: Lücke zu Klimaschutzzielen schließen

In der Bundestagsdebatte am 03.07.2018 forderten Vertreter von SPD und Grünen den Bundeswirtschaftsminister erneut auf, endlich die versprochenen Sonderausschreibungen für Photovoltaik-Anlagen und Windparks an Land auf den Weg zu bringen. Altmaier wollte sich darauf aber nicht festnageln lassen und wolle sich lieber erst um die Netze kümmern – schrieb Sandra Enkhardt in pv magazine am 04. 07. 2018. weiterlesen…

Wälder für Klimabilanz nutzen

Fünf Jahre Waldklimafonds – eine Erfolgsgeschichteb

Wald- und Forstwirtschaft entlasten die Atmosphäre jährlich allein in Deutschland um mehr als 120 Millionen Tonnen CO2. Diese gute Klimabilanz soll der Waldklimafonds weiter ausbauen. Seit dem Start des Waldklimafonds (WKF) vor fünf Jahren konnten 170 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 55 Millionen Euro initiiert werden. Zum fünfjährigen Jubiläum sei vor kurzem das 200. Projekt beim Waldklimafonds eingereicht worden, wie das BMU in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem BMEL am 03.07.2018 mitteilte. (Foto: Fichtenwald in Oberbayern – © Dieter Fichtner, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…

Belgische Bäume „blättern“ früher aus

TV-Archibilder von 36 Jahren Radrennen zeigen, wie sich das Klima in Belgien verändert

Großmütter auf der ganzen Welt mit einem Blick für die Natur haben einen beunruhigenden Trend bemerkt: Der Frühling scheint jedes Jahr früher zu kommen. Aber ohne harte Daten ist es schwierig, diese Behauptungen zu untermauern. Jetzt haben Wissenschaftler eine neue Quelle von Daten gefunden – altes Fernsehmaterial von Sportveranstaltungen im Freien, das zeigt, wie frühe Bäume und andere Pflanzen jedes Jahr „ausblättern“, wie Katie Langin im Juni-Heft von Science beschreibt. weiterlesen…