Erneuerbare Energien billiger als günstigste Kohle-Konkurrenten

Wettbewerbsfähige Stromgestehungskosten machen Investitionen in erneuerbare Energien äußerst attraktiv

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © SolarifyErneuerbare Energie ist zunehmend günstiger als neue Stromkapazitäten von fossilen Brennstoffen. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi, der am 02.06.2020 veröffentlicht wurde. Der Bericht Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien 2019 zeigt, dass mehr als die Hälfte der im Jahr 2019 hinzugekommenen Kapazitäten aus erneuerbaren Energien niedrigere Stromkosten aufweisen als die der günstigsten neuen Kohlekraftwerke. weiterlesen…

Regierung will Strompreis senken

Änderung der Erneuerbare-Energien-Verordnung

CO2-Ausstoß, Rauch und Wasserdampf im Nordwesten Berlins - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Bundesregierung will dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge einen Rahmen schaffen, um Einnahmen aus der CO2-Bepreisung für die Senkung der EEG-Umlage zu verwenden. Dazu hat sie Änderungen an der Erneuerbare-Energien-Verordnung beschlossen. Die „Verordnung zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Verordnung“ (EEV, 19/19381) soll ab Januar 2021 unter Einsatz von Haushaltsmitteln die Umlage senken helfen. Vor allem schaffe die Änderung der EEV nun einen neuen Einnahmentatbestand für Haushaltsmittel, den die Übertragungsnetzbetreiber bei der Ermittlung der EEG-Umlage zu berücksichtigen haben, wenn die haushaltsseitigen Voraussetzungen vorliegen. Die Verordnung enthalte keine neuen Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger. Solarify dokumentiert die Vorabfassung der neuen Verordnung. weiterlesen…

Lesehinweis: Neue Diesel immer schmutziger

Tagesspiegel: Spritschlucker stinken mehr

Die CO2-Emissionen neuer Diesel sind im April 2020 im Durchschnitt (von 167 g/km im Mai 2019) auf 176 g/km angestiegen. Bei Benzinern sank der Wert leicht, schreibt Jens Tartler am 31.05.2020 auf der Webseite des Berliner Tagesspiegels. Das ergebe sich aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn. Die Antwort liege dem Fachdienst Tagesspiegel Background Mobilität & Transport vor. Bei neuen Benzinern seien die CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum dagegen von 159 Gramm auf 155 g/km gesunken. weiterlesen…

Klimaschutz auf die lange Bank?

BUND-Vorsitzender Olaf Bandt kommentiert Verschiebung von COP26

Kohlekraftwerk Schkopau - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBUND-Chef Olaf Bandt hat sich einer Medienmitteilung der Naturschutzorganisation zufolge kritisch zur Verschiebung der COP26 auf November geäußert: „Der Klimaschutz wird wieder einmal auf später verschoben. Die Welt setzt derweil auf die alten, dreckigen Strategien, um eine Wirtschaftskrise zu verhindern. Hierzulande sind Milliarden für die Lufthansa ohne Klimaschutzauflagen genehmigt worden, Kaufprämien für Autos und die Eröffnung eines neuen Kohlekraftwerks sind im Gespräch. Das wird die Klimakrise nur weiter anheizen.“ weiterlesen…

Flughafen Zürich 2050 CO2-frei

Eigene CO2-Emissionen sollen dank synthetischer Treibstoffe auf netto Null sinken

Flugzeugbetankung - Foto © SolarifyDie Flughafen Zürich AG will bis 2050 ihre eigenen CO2-Emissionen auf netto Null senken. An diesem Vorhaben habe auch das Coronavirus nichts verändert, so eine entsprechende Medienmitteilung. In diesen Tagen ist sie deshalb eine Partnerschaft mit dem jungen Hightech-Unternehmen Synhelion SA eingegangen und unterstützt damit langfristig die Forschung und Entwicklung von synthetischen Treibstoffen. Ziel ist es, diese in genügender Menge und zu Marktpreisen verfügbar zu machen. Die Flughafen Zürich AG wird die synthetischen Treibstoffe der Testanlage von Synhelion direkt am Flughafen einsetzen. weiterlesen…

Bayern stellt Wasserstoffstrategie vor

Weltmarktführer für 50 Millionen

„Die Ziele sind groß. Bayern soll nicht weniger als Weltmarktführer für Wasserstofftechnologien werden“, so das Portal nordbayern.de (Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung). Vor neun Monaten hat der Freistaat in Nürnberg das „Zentrum Wasserstoff Bayern (H2.B)“ gegründet. Am 29.05.2020 präsentierten die Bündnispartner in der Nürnberger Messe nun die Bayerische Wasserstoffstrategie. „Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft und wird die Arbeitsplätze der Zukunft generieren“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei der Vorstellung. Er sei „bekennender Wasserstoff-Fan, seine Förderung liegt ihm mindestens so am Herzen wie die von Wirtshäusern“, schrieb die Süddeutsche Zeitung. weiterlesen…

Datteln 4 am Netz – CO2-Ausstoß steigt

CO2-Neutralität muss schneller kommen – stattdessen ein Kohlekraftwerk mehr

Die Kohlekommission der Bundesregierung war dagegen – trotzdem ging das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 am 30.05.2020 in den kommerziellen Betrieb. Naturschutzverbände und Klima-Aktivisten haben Proteste angekündigt (tagesschau.de). „Dabei müsste Deutschland, um die Klimaziele zu schaffen, den Kohleausstieg massiv beschleunigen“, schreibt Nicole Weinhold in ErneuerbareEnergien. Die Bundesregierung mache mit Datteln 4 deutlich, dass sie von Energiepolitik und Klimaschutz einfach keine Ahnung habe, erklärte jetzt Oliver Krischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen. weiterlesen…

Deutschland kann Dreifaches des heutigen Strombedarfs mit PV und Wind decken

Fell mit Aurora Energy Research-Untersuchung

Noch immer bezweifeln viele, dass eine Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien möglich sei. Ein Argument wird hier oftmals ins Feld geführt: Es gebe gar nicht genügend Flächen und ökonomisches Potenzial, um solch große Mengen aus Erneuerbaren Energieträgern zu produzieren. Nun hat – so der Energie-Experte Hans-Josef Fell – der Energie-Think Tank Aurora Energy Research in einer Studie das Potenzial für Solar- und Windenergie in Deutschland ermittelt und am 19.05.2020 veröffentlicht. Demnach könnten Wind- und Solarenergie in Deutschland gut 1.800 Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr liefern, wenn der mögliche technologische Fortschritt ausgenutzt wird. Das entspricht dem Dreifachen des aktuellen deutschen Strombedarfs. weiterlesen…

Photosynthetischer Wasserstoff aus Bakterien

Kieler Forschungsteam untersucht Cyanobakterien als „Wasserstoff-Fabriken“

Eine Medienmitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): Die Umstellung der Nutzung fossiler Brennstoffe hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung ist eine der wichtigsten weltweiten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Als vielversprechender, potenziell klimaneutraler Energieträger wird grüner, mittels regenerativer Energie gewonnener Wasserstoff dabei künftig eine bedeutende Rolle spielen. Eine solche nachhaltige Energiequelle versuchen Forschende zum Beispiel mittels der Photosynthese zu erschließen. Die Nachwuchsgruppe Bioenergetik in Photoautotrophen am Botanischen Institut der CAU wird derzeit ein dazu geeignetes Cyanobakterium erforscht. (Grafik: Die Nachwuchsforschungsgruppe ‚Bioenergetik in Photoautotrophen’ an der CAU betreibt Grundlagenforschung für eine künftige klimaneutrale Wasserstoffwirtschaft. © Jolanda Zürcher) weiterlesen…

EWI und Agora Energiewende: EEG-Umlage steigt auf Rekordniveau

8,44 Cent pro Kilowattstunde möglich

Wissenschaftler befürchten, dass neben der bereits im Klimaschutzpaket beschlossenen Reduzierung der EEG-Umlage auch alle Einnahmen aus der CO2-Bepreisung von 25 Euro pro Tonne zur Senkung genutzt werden, schreibt Petra Hannen auf pv magazine. Ohne diese beiden Entlastungsmaßnahmen würde die EEG-Umlage 2021 in ihrem Szenario sogar auf 9,99 Cent pro Kilowattstunde steigen. Laut der Politikberatung Agora Energiewende (solarify.eu/nur-mit-gezieltem-zuschuss-aus-dem-bundeshaushalt) könnte die EEG-Umlage ohne politisches Eingreifen gar auf 8,6 Ct/kWh steigen. Die Experten schlagen der Regierung eine staatlich finanzierte Halbierung der Umlage vor. weiterlesen…