„fuel switch“ macht Strom aus Braunkohle unwirtschaftlich

33% weniger CO2-Emissionen durch Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas

Im Juni 2019 emittierten die deutschen fossilen Kraftwerke 33% weniger Kohlendioxid als im Juni 2018. Gründe für diesen beachtlichen Rückgang seien hauptsächlich die gestiegenen Kosten für CO2-Zertifikate, die niedrigen Börsenstrompreise und ein geringerer Stromverbrauch, teilte Fraunhofer ISE – Energy Charts am 16.07.2019 mit. Dabei habe die Kombination aus erhöhten Kosten für CO2-Zertifikatspreise, niedrigeren Börsenstrompreisen u.a. aufgrund hoher Anteile erneuerbaren Stroms sowie niedrigen Gaspreisen zu einem „fuel switch“ geführt, einem Brennstoffwechsel von Braunkohle zu Gas, da sich in dieser Konstellation die Stromerzeugung aus Braunkohle sehr schnell als unwirtschaftlich darstelle. weiterlesen…

Retten Bäume das Weltklima?

Der Traum vom Klimaschutz, der keinem weh tut

Können neue Wälder den Klimawandel bremsen? Eine Studie der ETH Zürich weckt diese Hoffnung. Doch sie greift zu kurz. Bäume allein reichen nicht, kommentiert PIK-Klimaforscher Stefan Rahmstorf am 16.07.2019 in der online-Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft. Bereits am 10.07. 2019 hatte Marlene Weiß in der Süddeutschen Zeitung Zweifel angemeldet: „Diese Rechnung geht nicht auf“ (siehe: solarify.eu/lesehinweis-zu-schoen-um-wahr-zu-sein). weiterlesen…

Klimawandel und Ungleichheiten gemeinsam in den Blick nehmen

Agenda 2030: Ministerkonferenz in New York überprüft Fortschritt bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele

Beim Ministersegment des UN-Nachhaltigkeitsforums am 16.07.2019 in New York hat Deutschland gefordert, gesellschaftliche Ungleichheiten und Klimawandel stärker in den Blick zu nehmen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, Maria Flachsbarth, und die Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, Rita Schwarzelühr-Sutter, vertreten die Bundesregierung gemeinsam auf dem Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF), das jedes Jahr die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und ihrer 17 globalen Nachhaltigkeitsziele überprüft. Das Forum findet vom 9. bis 18. Juli in New York statt. weiterlesen…

Drei Denkmodelle, die Klimaschutz und Profitabilität vereinen können

Eine klug ausgestaltete CO2-Steuer fördert Innovationen – wenn sie dem wirtschaftlichen Kreislauf kein Geld entzieht, sondern es in Klimaschutz lenkt.

Die Zeiten für eine engagierte Klimapolitik waren selten besser als heute. Der zivilgesellschaftliche Druck auf die Politik steigt kontinuierlich. Auch aus der Wirtschaft werden die Stimmen lauter, die verlässliche Rahmenbedingungen fordern, um ihre Unternehmen zu einer emissionsarmen Wirtschaft zu transformieren. Ein Gastkommentar im Handelsblatt vom 16.07.2019 von Sabine Nallinger, der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung 2 Grad. weiterlesen…

Täglich 15 Fußballfelder Wald abgeholzt

70% der Unternehmen schweigen über Auswirkungen auf Wälder

Ein am 16.07.2019 veröffentlichter neuer Bericht der Umweltorganisation CDP (früher Carbon Disclosure Project) stellt fest, dass 70% von 1.500 Unternehmen mit hohen Waldbelastungen 2028 keine Daten über ihre Auswirkungen auf die globale Entwaldung lieferten – darunter wichtige Marken wie Dominos, Mondelez, Next und Sports Direct sowie der globale Lebensmittelkonzern Mondelez und sein Palmöl-Lieferant Rimbunan Hijau Group, das größte Palmölunternehmen in der Regenwaldregion Sarawak, Malaysia. Von den 306, die Daten gemeldet haben, unternehmen 24% keine oder nur unzureichende Schritte zur Bekämpfung oder Verringerung der Entwaldung. weiterlesen…

Katzenvideos im Internet und Netflix

Durch Online-Videos verursachte Treibhausgasemissionen haben „alarmierendes Niveau“ erreicht

Sich durch YouTube klicken, Katzenvideos im Internet sehen oder das klassische Binge-Watching von Serien wie Game of Thrones: Dass dies wachsende Bedrohungen für die Klimaziele sind, zeigt eine am 11.07.2019 von The Shift Project, einem französischen Think-Tank, veröffentlichte Studie. Doris Pundy war für EURACTIV.com bei der Vorstellung der Studie dabei. (Titel: Klimakrise – der nichtnachhaltige Gebrauch von Internet-Videos – © The Shift Project) weiterlesen…

Altmaier soll einheitlichen CO2-Preis einführen

Gutachten „Energiepreise und effiziente Klimapolitik“ des wissenschaftlichen Beirats des BMWi

„Einen Bruch“ nannte der Tagesspiegel-Background das Gutachten des bisher nahezu unbekannten Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Thema „Energiepreise und effiziente Klimapolitik“, das „einen radikalen Neustart der deutschen Klimapolitik“ fordere. Background-Redakteur Christian Schaudwet wörtlich: „Weg mit dem Ansatz, dass der Staat es meist besser weiß als Wirtschaft, Verbraucher und Märkte. Stattdessen: Die Preise müssen die (Klima-)Wahrheit sprechen, den Rest erledigt dann der Markt.“ weiterlesen…

Klimaschonend und günstig unterwegs sein

NATURSTROM führt neuen Tarif für Elektromobilisten ein

Klimaschutz auf der Straße wird attraktiver: Die NATURSTROM AG bietet ab sofort einen neuen Tarif speziell für Besitzer von Elektroautos an. Mit dem Angebot naturstrom emobil ist nicht nur sichergestellt, dass das eigene Fahrzeug zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien und damit klimaneutral angetrieben wird, sondern es bietet auch noch Einsparungen gegenüber vergleichbaren Ökostromangeboten. weiterlesen…

Der Markt wird sich nicht alleine wandeln

Politik muss sozial-ökologische Transformation des Wirtschaftssystems endlich angehen

Statt einer erneuten Diskussion um ein Kohleausstiegsdatum, fordern der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und die Gewerkschaftler vom DGB eine echte Einstiegsdebatte zur sozial-ökologischen Transformation unserer Wirtschaft. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz machten sie deutlich, dass eine entsprechende Transformation unumgänglich ist, um Klima und sozialen Zusammenhalt zu retten. Manuel Först hat für energiezukunft die Pressekonferenz protokolliert. weiterlesen…

Warum es in der EU keine Kerosinsteuer gibt

11,7 Mrd. Steuerausfall – aber keine Einstimmigkeit in EU

Frankreich hat eine Steuer auf Flugtickets eingeführt, um das klimaschädliche Fliegen weniger attraktiv zu machen. Trotzdem, und obwohl obwohl Umweltschützer seit Jahren die Einführung einer solchen Steuer fordern, bleibt Kerosin in der EU weiterhin steuerbefreit. Woran liegt das? fragte Florence Schulz am 11.07.2019 auf EURACTIV.de. weiterlesen…