BDEW-Appell: Blockade-Situation bei CO2-Bepreisung auflösen

BDEW-Vorschlag sieht Senkung der Stromsteuer, Erhöhung des Wohngeldes und des ALG-II-Regelsatzes vor

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat am 09.07.2019 einen Vorschlag für eine sozial ausgewogene Ausgestaltung einer CO2-Bepreisung im Verkehrssektor und im Wärmemarkt veröffentlicht. Basis ist ein Gutachten des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Ruhr-Universität Bochum. weiterlesen…

Lesehinweis: „Zu schön, um wahr zu sein“

Süddeutsche: Kritische Reaktionen auf Science-Artikel über Aufforstung und Klimawandel

„51 Millionen Hektar Wald: Hier kann Europa aufforsten, um Klimawandel zu stoppen“ – Wälder als Rettung: ‚Die wichtigste Waffe gegen die Klimakrise sind Bäume‘“ – „Neue Wälder als Klimaretter?“ – „Kampf gegen Erderwärmung – Bäume pflanzen gegen Klimawandel“ – „Wie ein gigantischer Wald das Klima retten soll“ lauteten die ans Reißerische grenzenden Überschriften über etwas, das sonst kaum Aufsehen erregt: Eine in Science publizierte und in Berlin präsentierte Untersuchung der ETH Zürich von Jean-François Bastin und Thomas Crowther (siehe solarify.eu/aufforsten-gegen-die-klimakatastrophe). Ihr Gegenstand: Durch Aufforstung ganzer Wälder könnten zwei Drittel des bisher emittierten CO2 aus der Atmosphäre zurückgeholt werden. Doch jetzt regt sich Widerspruch: „Diese Rechnung geht nicht auf“, berichtet Marlene Weiss in der Süddeutschen Zeitung.
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Rohstoffgewinnung umweltverträglich steuern

Reformvorschläge für das Bergrecht

Rohstoffgewinnung, Geothermie, Speichervorhaben: Die Nutzung des unterirdischen Raumes ist vielfältig und wächst – genauso wie seine Belastung und die Auswirkung auf die Umwelt. Konflikte sind damit vorprogrammiert. Das Öko-Institut hat im Forschungsprojekt „INSTRO – Instrumente zur umweltverträglichen Steuerung der Rohstoffgewinnung“ rechtliche und planerische Instrumente untersucht und am 08.07.2019 konkrete Reformbausteine für eine Stärkung des Umwelt- und Ressourcenschutzes im Berg-, Abgrabungs- und Raumordnungsrecht vorgelegt. weiterlesen…

„Dachbrachen“ zur Erreichung der Klimaziele nutzen

Einfacher und fairer Rechtsrahmen und Investitionssicherheit erfoderlich

Die Dächer von Logistik- und Produktionshallen bieten ausgezeichnete Möglichkeiten, günstig klimafreundlichen Solarstrom zu erzeugen. Das belegt eine jetzt im hessischen Dieburg in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlage, die als erste Dachanlage in den Auktionen für große Solarstromanlagen den Zuschlag erhalten hat, wie der Bundesverband Solarwirtschaft am 08.07.2019 mitteilte. weiterlesen…

Mit Satelliten gegen Klimagase

„Win-win“ für Klima und Konzerne?

Methanemissionen sind Wissenschaftlern zufolge verantwortlich für mindestens ein Viertel der gesamten globalen Erwärmung, schreibt Dave Keating auf EURACTIV.com. Die Freisetzung von Methan aus Bohrungen ist seit längerem ein großes Problem der Öl- und Gasindustrie. Nun könnten sich Daten der EU-Satellitensysteme als Lösung erweisen. weiterlesen…

Der Weg zum Kohleausstieg

Man müsste nur das Preisschild auf den CO2-Ausstoß pappen

Energiewende schnell oder schleichend, alles eine Frage der Preispolitik. Gas, Kohle und Öl zu verbrennen, sei schlicht zu billig. Das Beispiel Braunkohle zeige, wie schnell Konzerne umdenken – wenn plötzlich der Preis nicht mehr stimmt. Solarify weist auf einen Kommentar des Berliner Korrespondenten des Deutschlandfunks Theo Geers hin. weiterlesen…

Altmeier hartnäckig gegen Schulze

Überlegungen zur Einführung einer CO2-Steuer erneut abgelehnt

Zwar müsse die Regierung beim Klimaschutz mehr tun, räumt Wirtschaftsminister Altmaier ein ums andere Mal ein. Mit dem Vorschlag seiner Kabinettskollegin Bundesumweltministerin Schulze, SPD, schaffe man das aber nicht. Er belaste viele, ohne den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren, sagte er Bild am Sonntag. Altmaier betonte, für ihn sei wichtig, dass keine Arbeitsplätze verloren gingen und dass der ländliche Raum nicht benachteiligt werde. Mit den jüngst vorgelegten Gutachten beschäftigte er sich nicht. weiterlesen…

Energiesystemwende in Gefahr

„(Keine) Innovationsfähigkeit der Konzerne“

Die Volkswagen AG zeige – so Paul Grunow (Reiner Lemoine-Institut) in Erneuerbare Energien – warum Konzerne Innovationen lieber ausbremsen, als diese zu fördern, und warum Akteursvielfalt unbedingt notwendig ist. Die Energiewende bringe es mit sich, dass stetig neue Technologien und Anwendungen in den Markt dringen müssten. Ohne Innovationen hingegen gebe es keine Energiewende. Wer aber treibe diese Entwicklung? Welche Firmen sind in der Lage, Innovationen hervorzubringen und umzusetzen? Und was bedeutet das für innovationsfreudige regulatorische Rahmenbedingungen, die von der Politik geschaffen werden müssen? Eine wichtige Antwort liefere VW: Etablierte Konzerne erwiesen sich oft als unfähig, mit den Veränderungen Schritt zu halten – sie blockierten Innovation. Teilübernahme mit freundlicher Genehmigung von Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Batterieproduktion in Deutschland

Deutsches Förderprogramm ab Anfang 2020

Laut Bundesregierung soll das geplante Förderprogramm für den Aufbau einer Batteriezellenproduktion gegen Ende des Jahres national geprüft und von der EU notifiziert sein. Erst danach könne eine finale Entscheidung über den Zuschlag erfolgen, schreibt sie – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in ihrer Antwort (19/11046) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10603). Im Bereich der Rohstoffgewinnung für Batteriezellen lägen zwar heimische Anträge vor. Momentan sei aber unter den wichtigsten Förderländern von Lithium, Kobalt, Nickel und Graphit nach Angaben der Bundesregierung kein EU-Land. Die vier wichtigen Grundressourcen in der Batterieproduktion würden aber auch in Europa abgebaut, in Deutschland etwa Lithium und Graphit. (hib/fno) weiterlesen…