„Energiesteuern deutlich effizienter“

Emissionshandel für Wärme und Verkehr würde CO2-Ausstoß erst in einigen Jahren senken

Der CO2-Ausstoß des Verkehrs- und des Gebäudewärmesektors lässt sich mittels eines Emissionshandelssystems (ETS) frühestens 2023 reduzieren. So lange würde es dauern, diese Bereiche, die etwa die Hälfte der deutschen Treibhausgase emittieren, entweder in das Europäische Emissionshandelssystem zu integrieren oder ein eigenes neues ETS dafür zu entwickeln und zu implementieren. Das zeigt eine Analyse der Einführungsoptionen, wie sie derzeit von mehreren Parteien diskutiert werden. Die Analyse wurde vom Öko-Institut im Auftrag von Agora Energiewende erstellt. Zur schnellen und wirksamen CO2-Bepreisung eignen sich Energiesteuern daher deutlich besser, so die Schlussfolgerung des Papiers. weiterlesen…

450 MHz als Chance für Energiewende

BMWi mit Gutachten zur Telekommunikations-Infrastruktur für Digitalisierung der Energiewende

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 20.08.2019 ein Gutachten veröffentlicht, welches die Vor- und Nachteile verschiedener Telekommunikations-Technologien für die Digitalisierung der Energiewende untersucht. In einer BMWi-Medienmitteilung heißt es: „Eine ausreichende und flächendeckend verfügbare Telekommunikations-Infrastruktur ist für eine verlässliche Energieversorgung und eine digitale Energiewende entscheidend.“ Schwankende Stromerzeugung und Nachfrage aus Elektromobilen müssen intelligent in die Stromnetze integriert werden können. weiterlesen…

Verbraucher werden beim Strompreis getäuscht

Stromhändler machen mit Mischpreisverfahren Gewinn, ohne wirklich Strom zu verkaufen

Jahrzehntelang waren es die fünf oder sechs Stromkonzerne, wie EON, RWE, Bayernwerk, Vattenfall, … Seit der Energiewende gibt es zusätzlich zehntausende Erzeuger von Solar- und Windstrom. Das hätten inzwischen noch viel mehr sein können, wenn die Bundesregierung nicht vor fünf Jahren den Erzeugern erneuerbarer Energien einen Stein nach dem anderen in den Weg gelegt hätte, um die Großen vor der billigeren Konkurrenz zu schützen. Hauptproblem: Das sogenannte Mischpreisverfahren (siehe solarify.eu/mischpreisverfahren). Ein Beitrag der Aktion Freiheit statt Angst. weiterlesen…

CO2-neutrales Benzin aus Luft und Strom

Integrierte Versuchsanlage im Containermaßstab produziert Kraftstoffe aus Luft-Kohlendioxid und Ökostrom

Eine Verbindung der Sektoren Strom und Mobilität kann einige Herausforderungen der Energiewende bewältigen: Ökostrom ließe sich langfristig speichern, Kraftstoffe mit hoher Energiedichte wären CO2-neutral nutzbar. Wie diese Art der Sektorenkopplung aussieht, zeigten Forschungspartner des Kopernikus-Projektes P2X nun auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und produzierten die ersten Liter Kraftstoff aus CO2, Wasser und Ökostrom. In einer containerbasierten Versuchsanlage integrierten sie erstmals alle vier benötigten chemischen Prozessschritte zu einem kontinuierlichen Verfahren mit maximaler CO2-Ausnutzung und besonders hoher Energieeffizienz (siehe auch: solarify.eu/designer-fuels-aus-luft-und-wasser). (Foto: Weltweit erste integrierte Power-to-Liquid-Versuchsanlage zur Synthese von Kraftstoffen aus dem Kohlendioxid der Luft – Foto © Patrick Langer, KIT) weiterlesen…

Kohleverbrauch geht kräftig zurück

Energieverbrauch nach sechs Monaten im Minus – Erneuerbare mit Zuwachs

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 1,7 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) erreichte der Verbrauch eine Gesamthöhe von 6.536 Petajoule (PJ) beziehungsweise 223,0 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE), das entspricht 1.816 TWh. „Bei den Kohlen lagen die Rückgänge im zweistelligen Bereich. Die Erneuerbaren konnten insgesamt um 4 Prozent zulegen. Bei Mineralöl und Erdgas kam es ebenfalls zu Zuwächsen. Ohne den verbrauchssteigernden Effekt der etwas kühleren Witterung hätte der Verbrauchsrückgang nach Berechnungen der AG Energiebilanzen sogar bei etwa 2 Prozent gelegen“, so der AGEB-Pressedienst vom 19.08.2019. weiterlesen…

CO2-Zuschlag zur Energiesteuer rechtlich unbedenklich

„Juristische Vorbehalte erweisen sich als nicht tragfähig“

Die Einführung eines CO2-Zuschlags zur Energiesteuer ist verfassungsrechtlich unbedenklich. Dem Bund ist es gestattet, die im Grundgesetz vorgesehenen Steuertypen zu nutzen, um umweltpolitische Ziele wie den Klimaschutz zu verfolgen. So kann der Gesetzgeber auch mit einem CO2-Zuschlag zur Energiesteuer verfahren. Dies zeigt ein aktuelles Rechtsgutachten von Öko-Institut e.V. in Freiburg und Prof. Dr. jur. Stefan Klinski. von der Hochschule für Wirtschaftsrecht Berlin (HWR Berlin). weiterlesen…

Kernkraftwerken fehlt grenzüberschreitende UVP

Viele AKW laufen ohne ausreichende Genehmigung

Zahlreiche Kernkraftwerke in der EU und ihren Nachbarstaaten sind ohne gültige Genehmigung am Netz. Die Bundesregierung zeigt sich ahnungslos, hat „keine genaue Kenntnis darüber, ‚welche europäischen Anlagen derzeit ohne (grenzüberschreitende) UVP betrieben würden'“, berichtete der SPIEGEL am 16.08.2019 aus einer Untersuchung der Atomexpertin und Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl. weiterlesen…

Erneuerbare sichern zunehmend Energieversorgung

Rekordwerte bei Einspeisung

Die vorläufigen Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) zeigten Rekordwerte bei der Einspeisung Erneuerbaren Stroms im ersten Halbjahr – teilt der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) mit. „Das ist eine gute Botschaft, die zeigt: Erneuerbare Energien sichern mehr und mehr die Energieversorgung. Sie werden zum zentralen Player und übernehmen dabei Verantwortung für das Gesamtsystem“, sagte BEE-Präsidentin Simone Peter. Hinzu komme: Jede Kilowattstunde sauberer Strom trage zum Klimaschutz bei. weiterlesen…

Europas Onshore-Windpotenzial reicht für Weltenergiebedarf

Kapazität größer als gedacht

Europa kann mehr als das Hundertfache der Energiemenge produzieren, die es derzeit durch Onshore-Windparks erzeugt, wie neue Untersuchungen der University of Sussex und der Aarhus University ergeben haben. In einer Analyse aller geeigneten Standorte für Onshore-Windparks zeigt die neue Studie mit dem Titel: „Wind it up: Europe has the untapped onshore capacity to meet global energy demand“, dass Europa das Potenzial hat, bis 2050 genügend Energie für die ganze Welt bereitzustellen. weiterlesen…

„PV-Ausbaudeckel muss weg!“

SPD: Union muss Blockadehaltung aufgeben

Die Koalition hat sich darauf verständigt, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Dies wird ohne eine Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen nicht gehen, wie SPD-Politiker Timon Gremmels pv magazine erklärte. Den Hintergrund beleuchtete Sandra Enkhardt am 14.08.2019. weiterlesen…