Wasserstoff aus Erdgas ohne CO2-Emissionen

KIT und Wintershall Dea starten gemeinsame Arbeiten zur klimafreundlichen Methanpyrolyse im industriellen Maßstab

Durch Methanpyrolyse lässt sich fossiles Erdgas zukünftig klimafreundlich nutzen: Methan wird dabei in gasförmigen Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten, der einen wertvollen Grundstoff für verschiedene Industriezweige darstellt und darüber hinaus sicher gelagert werden kann. Dies kann ein wichtiger Baustein für eine künftig klimaneutrale Energieversorgung sein. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben hierfür ein besonders effizientes Verfahren entwickelt. Gemeinsam mit dem Industriepartner Wintershall Dea wird es nun für den Einsatz im industriellen Maßstab weiterentwickelt. ( Infografik: Die Methanpyrolyse mittels Blasensäulenreaktor ermöglicht eine klimafreundliche Nutzung von fossilem Erdgas – © Leon Kühner, KIT) weiterlesen…

Prognose: Energieverbrauch sinkt weiter

Deutlich weniger Kohle – mehr Erneuerbare Energien – Zunahmen bei Erdgas und Mineralöl

Auf Basis der jetzt vorliegenden Zahlen für den Energieverbrauch der ersten neun Monate rechnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für das Gesamtjahr mit einem Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland um gut 2 Prozent auf etwa 12.810 Petajoule (PJ) beziehungsweise 437 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Da der Verbrauch an Kohle besonders stark rückläufig war und die erneuerbaren Energien weiter zulegen konnten, geht die AG Energiebilanzen von einem merklichen Rückgang bei den CO2-Emissionen aus. weiterlesen…

Energiewirtschaft reduziert CO2-Emissionen um 40 Prozent

BDEW-Berechnung zum CO2-Ausstoß der Energiewirtschaft Quartal 1-3 2019:

Der Energiewirtschaft ist es nach BDEW-Berechnungen gelungen, ihre CO2-Emissionen allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 40 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu reduzieren. Damit wird sie das 40 Prozent-Minderungsziel für 2020 bereits in diesem Jahr erreichen, wie der BDEW in einer Pressemitteilung vom 29.10.2019 prognostiziert. weiterlesen…

„Wir retten nicht den Planeten, sondern uns“

World Health Summit: „Der Klimawandel betrifft alles und jeden“

Vor den dramatischen Folgen des Klimawandels für die Gesundheit und die Le­bensräume haben am 28.10.2019 in Berlin Ärzte und Naturschützer gewarnt. „Der Klimawandel betrifft alles und jeden“, sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim World Wildlife Fund (WWF) im Rahmen des World Health Summit vor Journalisten. Vom Anstieg des Mee­res­spiegels infolge der Erderwärmung seien weltweit eine Milliarde Menschen betroffen. Dicht besiedelte Regionen wie Indien oder Afrika litten unter fortschreitender Wüstenbil­dung. weiterlesen…

Elektroautos mit schwerem Klima-Rucksack unterwegs

Ausbau regenerativer Energiequellen zwingend erforderlich

Elektro-Autos gelten als umwelt- und klimaschonender als herkömmliche Antriebsarten wie etwa Benziner oder Diesel-Fahrzeuge. Allerdings können die E-Autos bei Nutzung des deutschen Strommix ihre Klimavorteile gegenüber herkömmlichen Antrieben erst nach mehreren Betriebsjahren und hohen Fahrleistungen ausspielen. Das ist das Ergebnis der Lebenszyklus-Analyse der Forschungsgesellschaft Joanneum Research, aus der der ADAC bereits im August eine Vorabauswertung veröffentlicht hat. Die Untersuchung erfolgte auf Basis eines generischen Fahrzeugmodells, der so genannten „Golfklasse“. Als jährliche Fahrleistung wurden 15.000 Kilometer, als Lebensdauer 15 Jahre angenommen. weiterlesen…

„Für das Klima ein Desaster“

Greenpeace-Studie: Bundesregierung erreicht Klimazusagen für das Jahr 2020 frühestens 2025

Die Bundesregierung wird ihr öffentlich zugesichertes Klimaziel für das Jahr 2020 mindestens fünf Jahre zu spät erreichen. Mit den jüngst beschlossenen Maßnahmen des Klimapakets wird der deutsche CO2-Ausstoß also frühestens im Jahr 2025 um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt sein. Das zeigt die am 29.10.2019 veröffentlichte Studie „Wann Deutschland sein Klimaziel für 2020 tatsächlich erreicht“, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat. (Kurzstudie: Wann Deutschland sein Klimaziel für 2020 tatsächlich erreicht – © Greenpeace) weiterlesen…

Mit Biokohle das Klima retten

IWB will CO2 im Boden speichern

Waldreste-in-Berlin-Foto-©-Gerhard-Hofmann-Agentur-Zukunft für SolarifyMit innovativer Technik und jahrtausendalter Tradition wollen die Industriellen Werke Basel (lWB) CO2 in der Atmosphäre reduzieren – mittels Pflanzenkohle . Die Basler Energieversorgerin will dazu auf ihrem Betriebsgelände eine Pyrolyse-Anlage bauen. Ab 2020 soll sie Wärme ins Fernwärmenetz einspeisen und gleichzeitig Pflanzenkohle produzieren. Eingesetzt in der Landwirtschaft speichert diese aktiv und langfristig CO2 im Erdboden und dient so dem Klimaschutz. Solarify berichtete bereits 2012 über erste Techniken ähnlicher Art (HTC). weiterlesen…

Klimapolitik der Bundesregierung „sehr ehrgeizig“

Umwelt-Etat 2020 mit Morsleben-Fonds

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Umweltministerin Svenja Schulze (beide SPD) haben am 23.10.2019 im Haushaltsausschuss die Klimapolitik der Bundesregierung und ihre Umsetzung im Etat 2020 gegen Kritik der Opposition verteidigt. Das Vorhaben sei – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – „sehr ehrgeizig“, habe Scholz gesagt. Der Finanzminister habe im Ausschuss die von der Bundesregierung vorgelegte Ergänzung des Regierungsentwurfes für den Bundeshaushalt 2020 (19/11800) erläutert. Mit der Ergänzung habe die Bundesregierung die Beschlüsse der Koalition zum Klimapaket in der Haushalts- und Finanzplanung umgesetzt. weiterlesen…

Global vernetzt

strong>Wie europäische Kommunen voneinander lernen

Windgenerator in Brandenburg Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyViele Städte, Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke sind Vorreiter der Energiewende und für die Umsetzung nationaler und internationaler Klimaschutzziele entscheidend. „Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) unterstützt kommunale Akteure beim Blick über den nationalen Tellerrand und fördert den europäischen Austausch. Das Generationenprojekt Energiewende macht an Ländergrenzen nicht halt“, sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der AEE: „Wir wollen die guten Erfahrungen aus deutschen Kommunen in andere Länder tragen – und umgekehrt.“ weiterlesen…

„CO2 einfangen bringt nichts“

CCU und CCS: Mehr Schaden als Nutzen

Schon länger wird an Technologien gearbeitet, mit denen der Luft CO2 entzogen werden kann – die sogenannten negativen Emissionen (siehe solarify.eu/negative-co2-emissionen-vorantreiben). n der Stanford University in Kalifornien, hat nun ermittelt, dass das eher kontraproduktiv ist – darauf weist Deutschlandfunk Nova hin. Im Fachmagazin Energy & Environmental Science der Royal Society of Chemistry schreibt Jacobson, dass CO2 einfangen immer die schlechtere Alternative dazu sei, etwa ein Kohle- oder Gaskraftwerk durch einen Windpark zu ersetzen. Denn auch die Anlage, die CO2 einfange, müsse gebaut werden und laufe meistens auch auf Basis fossiler Energien – und trage so auch ihrerseits wieder zur Luftverschmutzung bei. Außerdem haben Jacobsons Berechnungen ergeben, dass solche Anlagen meistens nur einen Bruchteil CO2 wieder einfangen können. weiterlesen…