Energiewende ok – Kosten ungerecht verteilt

Wissenschaftler der Universität Kassel untersuchen Akzeptanz der Energiewende

Die Deutschen sind mit den Zielen und Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende mehrheitlich zufrieden, sehen jedoch Probleme bei der Verteilung der Kosten. Das ist das Ergebnis zweier Studien des Fachgebiets für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel, die am 29.01.2018 veröffentlicht wurden. Dabei fördern die Autoren auch neue Erkenntnisse über die Haltung der Kritiker der Energiewende zutage. weiterlesen…

Robotaxis – Frachtdrohnen und autonome Airtaxis

Wie die Automatisierung des Verkehrs die Mobilität beeinflusst

Robotaxis, unbemannte Frachtdrohnen und autonome Airtaxis – das sind nur einige der Visionen für die Entwicklung des Mobilitätssektors in den kommenden Jahrzehnten. Im Projekt „Automatisiertes Verkehrssystem“, das im Januar 2018 gestartet ist, entwerfen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Zukunftsszenarien, die zeigen, wie die Automatisierung die Mobilität von Personen und Gütern in Deutschland beeinflussen kann. Dies bringt Gestaltungsoptionen, aber auch Gestaltungsbedarf mit sich. weiterlesen…

EU 2017: erstmals mehr grüner Strom als Kohlestrom

Agora Energiewende und Sandbag legen Bericht zur EU-Energiewende vor

2017 wurde in der Europäischen Union erstmals mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse produziert als aus Stein- und Braunkohle zusammen. Die Stromerzeugung aus diesen Erneuerbaren Energien wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent. Seit 2010 hat sich der Anteil von Strom aus Wind, Sonne und Biomasse – die seit 2000 eingeführten „neuen“ Erneuerbaren Energien – in der EU mehr als verdoppelt. Da jedoch die Wasserkraftproduktion 2017 stark rückläufig war, wuchs der gesamte EE-Anteil an der Stromerzeugung nur leicht von 29,8 auf 30,0 Prozent. Das zeigt eine gemeinsame Analyse zweier ThinktanksAgora Energiewende aus Deutschland und Sandbag aus Großbritannien. Die Autoren der Studie haben öffentliche Daten aus zahlreichen Quellen zusammengetragen und ausgewertet. weiterlesen…

Divestment schlägt ‚grünes Paradox‘

Kohle-Ausstieg: Ankündigung von CO2-Bepreisung führt zu Investment-Abbau bei fossilen Energieträgern

Die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens wird bei Investoren auf der einen Seite und Eignern von fossilen Brennstoffen auf der anderen Seite gegensätzliche Reaktionen auslösen. In vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK-Potsdam) am 29.01.2018 veröffentlichten Studie wurden die beiden Effekte, die bislang nur unabhängig voneinander diskutiert wurden, erstmals gemeinsam untersucht. Unter dem Strich schlägt das Divestment das sogenannte grüne Paradox, wenn ein substanzieller CO2-Preis glaubhaft angekündigt wird, fand ein Team von Energie-Ökonomen heraus. Im Ergebnis würden die CO2-Emissionen insgesamt effektiv verringert. weiterlesen…

Nutzen der Natur für Menschen unterschätzt

Kultur – zentrales Bindeglied zwischen Mensch und Natur

Ausreichende Nahrung, sauberes Wasser und reine Luft gehören zu den wertvollsten und bekanntesten Leistungen der Natur für den Menschen. Sie wird deshalb hauptsächlich als Quelle von Dienstleistungen und Rohstoffen betrachtet. 30 internationale Experten haben jetzt in einem in der weltweit renommierten Wissenschaftszeitschrift Science erschienenen Artikel dafür plädiert, Politik und Entscheidungsträger stärker für die gesamte Bandbreite des Nutzens der Natur für den Menschen zu sensibilisieren. weiterlesen…

WWF und LichtBlick: Countdown bis 2020

Schafft Deutschland seine Klimaziele?

Deutschland hat sich für 2020 eine Reihe von verbindlichen Klima- und Energiezielen gesetzt. Doch mit der Umsetzung hapert es. Der WWF Deutschland und Lichtblick zogen am 20.01.2018 eine Zwischenbilanz und erklärten in einer Reihe von Videos, wo wir aktuell stehen und wo die nächste Bundesregierung nachsteuern muss, um das Ziel des Pariser Abkommens einer Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2° C zu begrenzen. weiterlesen…

„Kampfansage an Dezentralität“

„Klimaschutz ohne Strukturbrüche“ heißt nichts anderes als „weiter so“

Seither ist die Debatte davon bestimmt, ob die SPD sich noch mal zu einer GroKo hinreißen lässt und damit die Ära Merkel verlängert, oder ob sie sich auf einen eigenen Weg besinnt. Bei den Diskussionen um potentielle Nachbesserungen, die sowohl auf dem SPD-Parteitag wie auch seither geführt werden, bleibt das Thema Klimaschutz und Energiewende völlig außen vor. Ganz so, als ob dies im Katalog der Nachforderungen keine Berechtigung hätte. Tatsächlich steckt im Postulat, „Klimaschutz ohne Strukturbrüche“ haben zu wollen (Seite 24, GroKo-Sondierungspapier), eine Kampfansage an alle Vorstellungen über eine Dezentralität der Stromversorgung. Und das ist alles andere als eine Nebensächlichkeit. weiterlesen…

WorldFutureCouncil empfiehlt Klima-Bailout

Ein Vorschlag zur Durchführung der notwendigen Konversion fossiler „stranded assets“ in erneurbare Energien

Am 24.01.2018 hat der WorldFutureCouncil in Hamburg seinen Future Finance Policy Brief Nr. 01/2018 „Klima-Bailout: Ein Vorschlag zur Durchführung der notwendigen Konversion fossiler „Stranded Assets“ in erneuerbaren Energien“ vorgestellt. Der Autor Matthias Kroll sucht einen Ausweg aus dem Dilemma vor das sich die Menschheit durch den Klimawandel gestellt sieht: Verzichten wir auf einen schnellen Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft, geraten wir ungebremst in die Klimakatastrophe mit allen negativen Implikationen. Steigen wir aber so schnell aus der bestehenden fossilen Infrastruktur aus wie es zur Einhaltung der 1,5°C-Grenze nötig ist, entwerten wir gigantische Vermögenswerte in einem Tempo, das ebenfalls zu systemischen Risiken in der Ökonomie führt. Die Situation scheint unauflöslich. Gibt es einen Ausweg? weiterlesen…

Beste Energiequelle: Energieeffizienz

Energieexperten fordern effiziente Energiewende

Am Wochenende 27./28.01.2018 verhandeln SPD, CDU und CSU in ihren Koalitionsverhandlungen auch über mögliche Weichenstellungen in der Klima- und Energiepolitik. Zahlreiche Energieexperten appellieren deshalb jetzt an die Verhandler. In der nächsten Legislaturperiode müsse die Trendwende bei den Treibhausgasemissionen in Deutschland gelingen, wie die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) am 25.01.2018 mitteilte. Zentral fordern sie dazu auf, die Steigerung der Energieeffizienz deutlich konsequenter voranzutreiben. In den Sondierungsergebnissen tauche das Wort Energieeffizienz nicht auf. weiterlesen…

Kritische Haltung begünstigt Stress bei Windparks

Windgeneratoren zu Unrecht am Lärm-Pranger?

Geräusche von Windrädern belästigen knapp ein Drittel der Anwohner eines Windparks gar nicht oder kaum. Jeder Zehnte erlebt dagegen Stresssymptome, wie Reizbarkeit oder Einschlafprobleme. Aber nicht nur der Lärm ist für die Betroffenen ein Problem, so Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Energy Policy. Gerade auch eine kritische Haltung gegenüber Windparks begünstigt das Stressempfinden. Eine bessere Informationspolitik während der Planungsphase könnte der Studie zufolge dabei helfen, die Probleme der Anwohner zu mindern. weiterlesen…