Energiewende: Neue Aufgaben für nachhaltiges Biogas

Strom aus Biogas statt Kohle soll Wind- und Sonnenstrom unterstützen

Mit zunehmendem Fortschritt der Energiewende erhalte Biogas neue wichtige Aufgaben in einer sicheren nachhaltigen Stromversorgung für Deutschland, teilte der Fachverband Biogas e.V. am 12.01.2018 mit. Strom aus Wind und Sonne hingen ab von Tageszeit, Wetter und Jahreszeit. Flexible und richtig gesteuerte Biogasanlagen ergänzten die Stromversorgung durch die fluktuierende Wind- und Sonnenenergie. Aber Biogasanlagen könnten ihre Fähigkeiten bislang nur völlig unzureichend nutzen, weil zu viele Kohlekraftwerke den Markt mit Klima-schädlichem Strom überschwemmten, heißt es weiter in der Pressemitteilung. weiterlesen…

Mehr Klimaschutz als gedacht

dena-Chef Andreas Kuhlmann in der Frankfurter Rundschau

Seit 12.01.2018 stehen die Sondierungsergebnisse von SPD und CDU fest. In einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau fordert dena-Chef Andreas Kuhlmann auf dessen Basis ein „Sofortprogramm“ für den Klimaschutz, um das deutsche CO2-Ziel für 2030 erreichen zu können. Kuhlmann bewertet das Sondierungsergebnis im Bereich Klimaschutz als „besser, als viele gedacht haben“. Es gelte nun, Union und SPD beim Wort zu nehmen, die in dem Papier für 2030 eine CO2-Minderung um 55 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 und einen Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor auf 65 Prozent als Ziele ausgegeben haben. Erreicht seien bisher erst 27 Prozent CO2-Minderung und ein Ökostromanteil von rund einem Drittel.
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„Energiewende: Was Wir Wollen und Was Wir Können“

Ein Vortrag von Robert Schlögl in der Berliner Urania

Mit manchem Vor- und Fehlurteil räumte Prof. Robert Schlögl, Direktor am Berliner Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft und am MPI für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr in seinem Vortrag über die Energiewende am 12.01.2018 in der Berliner Urania auf – z.B., dass es keine völlige Dekarbonisierung geben kann und muss, oder, dass 100 Prozent Erneuerbare Energien (EE) schwerlich zu erreichen sein werden – schließlich, dass es für den Klimaschutz mitnichten ausreiche, die durch die Stromproduktion verursachten CO2-Emissionen zu beenden. weiterlesen…

Klimawandel belastet Süßgewässer

Steigendes CO2 könnte Arten-Gleichgewicht in stehenden Gewässern stören

Nicht nur die Ozeane versauern durch den menschengemachten Klimawandel, auch Süßwassersysteme sind betroffen – und das könnte Folgen für die darin lebenden Organismen haben. Zu diesem Schluss kommen Biologen der Ruhr-Universität Bochum nach einer Analyse von Langzeitdaten verschiedener deutscher Talsperren und kontrollierten Laborexperimenten mit Süßwasserorganismen. Die Ergebnisse veröffentlichte das Team um Linda Weiss, Leonie Pötter und Prof. Ralph Tollrian vom Bochumer Lehrstuhl für Evolutionsökologie und Biodiversität der Tiere in der Zeitschrift „Current Biology“ vom 22.01.2018. weiterlesen…

Fassaden, die mitdenken

Autoreaktive Fassadenbelüftung spart Energie

Hochhäuser mit Glasfassaden sind Energiefresser: Sie heizen sich auf wie Treibhäuser und müssen daher die meiste Zeit des Jahres gekühlt werden. Architekten der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt ein Belüftungssystem für doppeltverglaste Fassaden entwickelt, mit dem sich der Energieverbrauch – dank autoreaktiver Komponenten – ohne großen technischen Aufwand fast halbieren lässt. weiterlesen…

Netzentgelte 2018: Stromsparen häufig bestraft

Kurzanalyse der der Netzkosten-Entwicklung – und Umlage auf Stromverbraucher

Die Netzentgelte steigen 2018 in etlichen Regionen – allerdings gebietsweise sehr unterschiedlich und bei geringem Stromverbrauch stärker als bei hohen. Haushalte mit unterdurchschnittlichem Stromverbrauch zahlen zum Teil deutlich mehr als Durchschnittskunden – in der bundesweiten Tendenz wird Energiesparen dadurch unattraktiver. Die Veränderungen der Netzentgelte sind dabei weniger gesetzlichen Anforderungen oder den Notwendigkeiten des Betriebes der Stromnetze geschuldet, als vielmehr das Ergebnis komplexer Verteilungsmechanismen sowie Regelungslücken. Das ist das Ergebnis einer Kurzstudie im Auftrag von Agora Energiewende, die am 12.01.2018 veröffentlicht wurde. weiterlesen…

KI gestalten

acatech: Arbeitsgruppen der Plattform Lernende Systeme stellen ihre Themenschwerpunkte vor

Deutschland will einer der führenden Anbieter für Lernende Systeme werden und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) offen, transparent und zum Nutzen der Gesellschaft gestalten. Die Plattform Lernende Systeme (s. a. solarify.eu/selbstfahrende-autos-und-kollaborative-roboter) vernetzt dazu führende Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Branchen- und Disziplingrenzen hinweg. Die Leiterinnen und Leiter der sieben Arbeitsgruppen der Plattform stellten bei ihrem Treffen am 08.01.2018 in Berlin intern die Schwerpunkte ihrer Arbeitsprogramme vor. weiterlesen…

Potenzial für grüne Wasserstoff-Wirtschaft

CEC: Erstmalige Charakterisierung einer sensorischen [FeFe]-Hydrogenase gelungen – wichtige Hinweise für angewandte Katalyse-Forschung entdeckt

Hydrogenasen sind Enzyme, die Wasserstoffgas (H2) aus Protonen im wässrigen Milieu erzeugen können. Bakterien mit diesen Enzymen produzieren H2 häufig als Abfallprodukt ihres zuckerbasierten Metabolismus in Abwesenheit von Sauerstoff. Andere Bakterien können den Wasserstoff als Energiequelle nutzen. Jetzt ist es einem Team von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für Chemische Ernergiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr und dem Institute of Low Temperature Science an der University of Hokkaido (Japan) ein entscheidende Fortschritt gelungen. Ein weiteres Team des CEC und der Ruhr-Universität Bochum analysierte kurz zuvor speziell die Rolle von Wasserstoffbrücken-Bindungen in bestimmten Enzymen aus Grünalgen, den Hydrogenasen. Denn das Zusammenspiel von Proteinhülle und aktivem Zentrum in Wasserstoff produzierenden Enzymen ist entscheidend für die Effizienz der Biokatalysatoren. (Grafik: Sensorische Hydrogenase HydS – © CEC) weiterlesen…

PIK-Studie fordert Maßnahmen gegen Überschwemmungen

Klimawandel lässt Flüsse über die Ufer treten: Anpassung nötig

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat soeben eine umfangreiche Untersuchung vorgelegt, inwieweit Hochwasser durch den Klimawandel verstärkt werden – mit dem eindeutigen Ergebnis, dass „veränderte Regenfälle als Folge der globalen Erwärmung das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts stark erhöhen“, so das PIK unter Berufung auf eine aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift Science Advances. weiterlesen…

Klimaforschung: Analyse von Wahrscheinlichkeiten

Abrupte Veränderungen entdecken – ob bei Ozeanwärme oder Finanzmärkten

Ein verlässlicher Nachweis abrupter Veränderungen wie eine Talfahrt von Aktienwerten oder die Erwärmung des Pazifiks während eines El Niño ist zwar wertvoll, aber die meisten Analysen berücksichtigen die Unsicherheiten in den Daten nicht. Plötzliche Veränderungen zu identifizieren und die zugrundeliegenden Unsicherheiten dabei zu erkennen, ist die Herausforderung. Auch wenn es eine Reihe von Methoden zur Erkennung von Wechselpunkten gibt, stellen Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) nun zum ersten Mal einen Ansatz vor, der die Unsicherheiten in Zeitreihen akkurat wiedergibt und somit eine robustere Analyse bietet. weiterlesen…