Solarenergie-Ausbau des Bundes 2017 erneut verfehlt

Photovoltaik-Zubau zum vierten Mal unter Zielwert der Bundesregierung

Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert von der nächsten Bundesregierung eine deutliche Beschleunigung des Solarenergie-Ausbaus. Den Sondierungsteams von Union und SPD empfiehlt die Interessenvereinigung der Solar- und Speicherbranche, der auch Forschungseinrichtungen angehören, die Verständigung auf ein Sofortprogramm zur Dekarbonisierung und Solarisierung der Strom-, Wärme- und Mobilitätsversorgung. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg der Energiewende sei die Herstellung fairer Marktbedingungen durch Einführung einer wirksamen CO2-Bepreisung sowie die Beseitigung bestehender Marktbarrieren und Ausbaudeckel für die Solar- und Speichertechnik. weiterlesen…

Unternehmen nicht wirklich klimawandel-bewußt

Studie zeigt Defizite bei der Anpassung von Unternehmen an den Klimawandel

Fast jedes zweite Unternehmen erwartet, dass sich der Klimawandel innerhalb der nächsten fünf Jahre auf seine Wertschöpfungskette auswirken wird, aber nur jedes vierte Unternehmen implementiert bereits Maßnahmen dagegen. Die aktuelle internationale Studie des globalen Qualitätssicherungs- und Risikomanagement-Unternehmens DNV GL untersuchte, wie widerstandsfähig Unternehmen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels sind. An der Studie nahmen mehr als 1.200 Experten aus Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und Asien teil, wie Andrea Beck von DNV GL am 20.12.2017 schrieb. weiterlesen…

Ein Thermometer für den Ozean

Messung von Edelgasen in antarktischen Eisborkernen

Die Durchschnittstemperatur des Meeres ist ein wesentlicher Parameter des globalen Klimas – der allerdings nur sehr schwer zu messen ist, wie Cornelia Zogg/Empa am 04.01.2018 schreibt. Zumindest bis jetzt, denn ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Empa hat nun eine entsprechende Methode entwickelt, und zwar mittels Edelgasen im ewigen Eis. Damit lassen sich Rückschlüsse auf die Veränderungen in der Meerestemperatur von der letzten Eiszeit bis heute ziehen, wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins «Nature» berichten. weiterlesen…

EEG-Novelle: Kostensenkung allein reicht nicht

Daniela Thrän (UFZ): „Ausschreibungen in eine vernünftige, abgestimmte Raumplanung zu integrieren“

Wo stehen wir in der Energiewende zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Förderung der Erneuerbaren Energien? Wie sind die Beschlüsse der EEG-Novelle 2017 zu bewerten? „Es muss um mehr gehen als nur um die Bezahlbarkeit der Energiewende“, sagt Professorin Daniela Thrän, Energieexpertin am UFZ. Eine vernünftige, abgestimmte Raumplanung gehört für sie ebenso dazu wie eine breite Abstimmung mit allen Akteuren und ein umfassendes Monitoring der Effekte. weiterlesen…

Naturkatastrophen-Jahresbilanz

Hurrikan-Serie machte 2017 zu Jahr mit höchsten versicherten Schäden

Das Hurrikan-Triple mit den extremen Stürmen Harvey, Irma und Maria hat der Versicherungswirtschaft 2017 Rekordschäden eingebrockt: Voraussichtlich rund 135 Mrd. US$ müssen Versicherer für die Hurrikane und weitere Naturkatastrophen wie etwa ein schweres Erdbeben in Mexiko aufbringen, mehr als je zuvor. Laut Pressemitteilung der Munich Re vom 04.01.2018 betrugen die Gesamtschäden – also einschließlich der nicht versicherten Schäden – 330 Mrd. US$, die zweithöchste jemals registrierte Summe für Naturkatastrophen insgesamt. Schadenträchtiger war lediglich 2011 mit dem Tohoku-Erdbeben in Japan mit einem Gesamtschaden von 354 Mrd. US$ zu heutigen Werten. weiterlesen…

Dresdner geben Verbrennungsmotor „zweite Chance“…

…mit synthetischem Kraftstoff

„Bei Sunfire in Dresden retten sie dem Verbrennungsmotor vielleicht das Überleben“, schreibt Ralf Geißler auf mdr-AKTUELL. Denn die Firma produziert einen synthetischen Kraftstoff aus Luft und Wasser. Ihre Blue Crude-Anlage spaltet Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf, und verbindet letzteren dann mit CO2 zu dem neuartigen klimaneutralen Treibstoff Blue Crude. weiterlesen…

Tennet mit problematischer Redispatch-Berechnung

Was die hohen Kosten 2017 wirklich verursacht hat

Tennet bezifferte jüngst die Kosten für die Netzstabilisierung im vergangenen Jahr allein im eigenen Netzgebiet auf eine Milliarde Euro (solarify.eu/netz-stabilisierung-kostet-fast-eine-milliarde) und sieht den Grund dafür vor allem bei dem wachsenden Anteil der Erneuerbaren. Wer sich aber die Ursachen für die Eingriffe der Netzbetreiber genauer anschaut, kommt zu einem ganz anderen Schluss, wie Energy-Brainpool-Experte Fabian Huneke (Foto) am 0gegenüber von pv magazine aufzeigte. Solarify hatte bereits Zweifel an der Tennet-Version angemeldet. weiterlesen…

2017 zweitwärmstes Jahr seit den Aufzeichnungen

In Teilen der Arktis überdurchschnittlich hohe Temperaturen

Nun ist es amtlich. Hatte die WMO schon zu Beginn der COP23 (am 06.11.2017 – siehe: solarify.eu/2017-eines-von-drei-heißesten-jahren-seit-1881) einen Bericht der meteorologischen Abteilung der Vereinten Nationen (WMO) veröffentlicht, demzufolge 2017 eines der drei heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen (1881) zu werden droht, bestätigte sich das jetzt: 2017 war den ersten vollständigen Datensätzen vom Copernicus Climate Change Service (C3S) und dem European Weather Centre (ECMWF) zufolge das zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. weiterlesen…

Gasstrom und neue Pipelines im Ruhrgebiet

Stromkonzerne planen neue Kraftwerke

„Die Energiekonzerne Uniper und Steag treiben Pläne für den Bau von Gaskraftwerken in Gelsenkirchen und Herne voran“, schrieb Ulf Meinke am 04.01.2017 in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung . Die neuen Großanlagen sollen alte Kohlekraftwerke ersetzen oder ergänzen. Neue kilometerlange Pipelines versorgen die Standorte mit Gas. weiterlesen…

Grünstromrekord an Neujahr 2018

90 Prozent Ökostrom-Anteil

Am 04.01.2017 meldete das ZDF unter Berufung auf Agora Energiewende, das Jahr 2018 sei mit einem Rekord beim Ökostrom gestartet. Am 1. Januar seien zeitweise 95 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gekommen. Mehrere Stunden habe der Anteil des Ökostroms im Schnitt mehr als 90 Prozent betragen – so viel wie noch nie. weiterlesen…