Die SPD, das Klima und die Kohle


Raus aus dem EE-Bremserhäuschen?

Die SPD tat sich schon immer schwer mit dem Kohleausstieg. Die Genossen hatten zwar auch in ihrem Wahlprogramm dafür plädiert, wollten aber erst ab 2050 ohne fossile Energieträger auskommen – das ist lange hin. Und bis zum Berginn des SPD-Parteitags in Berlin am 07.12.2017 schien es so, als ob die SPD die Themen Energie und Klima weiterhin zögerlich und nebenbei behandle. Ganze sieben Zeilen hatte sie im entscheidenden Parteitags-Antrag darauf verwandt. Nun steuerte SPD-Chef Martin Schulz überraschend um: In seiner (Wieder-)Wahlbewerbungsrede plädierte er für eine neue Umweltpolitik. Nur durch einen Ausstieg aus der Kohle könnten die Klimaziele erreicht werden. weiterlesen…

Wem gehört der Himmel

Atmosphäre zu gemeinsamem Eigentumssystem werden

Die Erklärung der Menschenrechte ist zu wenig: George Adamson formulierte einst: „Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.“ Übersetzt ins Heute heißt das: Um die Katastrophe noch abwenden zu können, ist ein radikales Umdenken erforderlich. Insbesondere gilt es, eine revolutionäre Erkenntnis zu erlangen: Die Nutzung aller begrenzten Ressourcen wie Atmosphäre, Meere oder Böden muss völkerrechtlich verbindlich geregelt werden. Denn noch heute kann sie jeder eigenmächtig als Deponieraum nutzen. Ein Kommentar von Matthias Hüttmann. weiterlesen…

Nordsee-Ölbohrungen provozieren Methan-Emissionen

Verband leugnet Problem

Wie das ARD-Magazin plusmminus am 06.12.2017 mitteilte (Bericht: Alexa Höber), haben Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel durch mehrere Expeditionen nachgewiesen, dass Öl- und Gaskonzerne bei Bohrungen in der Nordsee flache Gastaschen durchstoßen hätten, aus denen Methan aufsteige. Methan bleibt zwar kürzer in der Atmosphäre, ist aber 25mal klimaschädlicher als CO2. Weil der Bohrvorgang Risse im Untergrund verursache, steige das klimaschädliche Gas im Bohrloch auf – teilweise noch Jahrzehnte nach Stilllegung der Bohrstelle. Die Ergebnisse wurden vom GEOMAR bereits im August, und auch in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht. weiterlesen…

Pfadabhängigkeiten in der Energiewende. Das Beispiel Mobilität

Analyse des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“

Im Verkehrssektor sind die Emissionen in den letzten Jahren gestiegen statt gesunken. Schnelle Entscheidungen und innovative Mobilitätskonzepte sind notwendig, damit Städte klimafreundlicher werden können. Haben sich Kommunen aber einmal festgelegt, ist der Umstieg auf einen alternativen Ansatz mitunter schwierig und teuer – es können Pfadabhängigkeiten entstehen. Dabei weiß niemand derzeit genau, welche Technologien sich in den nächsten Jahrzehnten durchsetzen werden. Die Analyse Pfadabhängigkeiten in der Energiewende. Das Beispiel Mobilität des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) zeigt Strategien für den Umgang mit Pfadabhängigkeiten auf und will damit Politiker in ihrem Entscheidungsprozess unterstützen. weiterlesen…

Energiewende auf Erfolgskurs?

Fakten und Mythen der deutschen Energiewende und was hat das mit Österreich zu tun?

Die Energiewende in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte, denn zehn Mal so viele Arbeitsplätze bei den erneuerbaren Energien als in der Kohleindustrie, um 14% gesunkene CO2-Emissionen der Stromerzeugung Deutschlands seit 2007 und steigende Energieunabhängigkeit sind die harten Fakten. Tatsache ist aber auch, dass die alte und neue Welt um eine Systemänderung kämpfen, deren Auswirkungen Gewinner und Verlierer hervorbringt. „Das Nichthandeln im Bereich des Kohleausstiegs, der Wärmewende und des Transportsektors muss endlich beendet werden, und der Ausbau der erneuerbaren Energien braucht wieder mehr Schwung“, fordert Craig Morris, Energieexperte und Senior Fellow am IASS Potsdam im Rahmen der Diskussionsveranstaltung ‚windrichtungen’ der IG Windkraft. weiterlesen…

Atommeiler nicht genug gegen Angriffe geschützt

Greenpeace klagt auf Entzug der Betriebsgenehmigung für AKW Gundremmingen

Eine Klage auf Entzug der Betriebsgenehmigung für das Atomkraftwerk Gundremmingen hat Greenpeace am 06.12.2017 beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München eingereicht. Das AKW Gundremmingen sei unzureichend gegen terroristische Angriffe geschützt, so Greenpeace. Der Betonmantel beider Reaktoren sei zu dünn, um gegen den Absturz größerer Verkehrsmaschinen geschützt zu sein. Auch das Lagerbecken für genutzte Brennstäbe weise Sicherheitsmängel aus und würde im Falle eines Flugzeugabsturzes große Mengen Radioaktivität freisetzen. Auch das österreichische Umweltbundesamt kritisiert in einer Studie (http://bit.ly/2ipswLa), dass die außerhalb des Sicherheitsbehälters liegenden Abklingbecken in Gundremmingen ein besonderes Risiko darstellen. weiterlesen…

Regionaler Klimawandel: Trocken im Südwesten, feucht im Nordosten Deutschlands

Führende Klimaforscher in Deutschland stellen erstmals aktuelle belastbare Klimaprojektionen für Deutschland und die Flusseinzugsgebiete vor

Heiße und trockene Sommer, milde und feuchte Winter: Klimaforscher der Universität Hohenheim in Stuttgart und ihre Projektpartner präsentieren am 06. und 07.12.2017 in Wiesbaden die Ergebnisse ihrer regionalen Klimaprojektionen für Deutschland. Laut Pressemitteilung der Uni-Hohenheim vom 06.12.2017 wird demnach die gesamte Bundesrepublik in Bedrängnis kommen – wenn die Klimapolitik nicht aktiv gegensteuert. weiterlesen…

Warum der CO2-Ausstoß trotz staatlicher Maßnahmen nicht sinkt

Studie der WU-Wien: Ohne Wettbewerbslösungen können Klimaziele nicht erreicht werden

Trotz zahlreicher politischer Maßnahmen kann nach wie vor ein weltweiter CO2-Anstieg beobachtet werden. Auch Österreich verfehlt sein Klimaschutzziel. Professor Klaus Gugler von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchte in seinen Studien die derzeitige Energiepolitik und ihre wettbewerblichen Effekte. Er sieht das Problem vor allem in einer falschen Subventionspolitik und zu niedrigen Preisen für CO2-Zertifikate. weiterlesen…

Erdgasfunde können Israels geopolitischen Status verändern

Fast 700 Mrd. Kubikmeter

Die Entdeckung riesiger Erdgasfelder im Mittelmeerraum vor Israel könnte das Land zu einem wichtigen Exporteur machen, der seinen geopolitischen Status umgestalten und ihm Energieunabhängigkeit und größere Macht weltweit verleihen könnte, zitierte Max Schindler Israels Energieminister Yuval Steinitz in der Jerusalem Post – und: „Jahrzehntelang nutzten die Araber die Tatsache, dass sie Europa mit Erdöl und Erdgas versorgen, dazu, Israel unter Druck zu setzen“, so Steinitz (Likud). „Und jetzt haben wir etwas, mit dem wir gegenhalten und beeinflussen können.“ weiterlesen…

Abgasskandal weitet sich auf BMW aus

Deutsche Umwelthilfe sieht aufgrund „alarmierender Abgaswerte“ klare Indizien für Abschalteinrichtungen

Die DUH präsentierte am 05.12.2017 gemeinsam mit ZDF-WISO durchgeführte aktuelle Abgasmessungen, unter anderem des Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) der Deutschen Umwelthilfe (DUH): Diese legen den Verdacht auf Abschalteinrichtungen bei einem Unternehmen nahe, das sich in der bisherigen öffentlichen Diskussion als „sauber“ dargestellt hat – BMW. BMW weist das zurück. weiterlesen…