Eine Woche ohne Kohlestrom

Was jetzt noch als Sensation gilt, wird bald die Regel sein: Bis 2025 steigt das Vereinigte Königreich aus der Kohle aus.

Seit der Inbetriebnahme des ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882 ist Großbritannien abhängig von der Kohleverstromung. Umso erfreulicher war deshalb vor zwei Jahren die Meldung, dass der Inselstaat einen kompletten Tag ohne Kohlestrom auskam. Diese Sensation wurde nun wiederholt – diesmal jedoch an sieben Tagen hintereinander. Eine komplette Woche lang leisteten die Kohlekraftwerke keinen Beitrag zur Stromversorgung des Vereinigten Königreichs, wie der Netzbetreiber National Grid bekannt gab. Doch die Sache hat einen Haken, wie Joschua Katz am 11.05.2019 für energiezukunft schrieb. weiterlesen…

Grüne beantragen Bundesnetzgesellschaft

Bundes-Stromübertragungsnetz – eine Überlegung wert

Die Grünen-Bundestagsfraktion hat mit einem Antrag einen erneuten Vorstoß zur Verstaatlichung der Stromnetze unternommen. Sie wollen aus den momentan bei der KfW geparkten Anteilen am Netzbetreiber 50 Hertz die Basis für die Gründung einer Bundesnetzgesellschaft machen. Die Staatsanteil an den vier großen Übertagungsnetzen sollen dann mit der Zeit in einer Bundesnetzgesellschaft zusammengefasst werden. Die Grünen erhoffen sich dadurch einen Impuls für den Netzausbau. Zudem seien die Stromnetze als kritische Infrastruktur besonders schützenswert und damit eine Beteiligung des Bundes sinnvoll. weiterlesen…

Petersberger Klimadialog mit Kritik zu Ende gegangen

BMU: „Signal für gemeinsame Fortschritte beim Klimaschutz“

Sie verstehe die Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung, sie seien zwar „alles andere als bequem, aber ich will ausdrücklich sagen, das ist verständlich, denn aus der Perspektive der jungen Menschen steht unsere Natur, unser Zusammenleben zur Disposition“, die Kinder machten zu Recht Druck, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14.05.2019 beim 10. Petersberger Klimadialog in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hatte zuvor Greenpeace die Dialog-Teilnehmer mit großen Buchstaben aus Eisblöcken empfangen: „Last Exit“. „Erfolgreiche Klimapolitik wird an der Menge eingesparter Emissionen gemessen, nicht an der Anzahl an Gesprächskreisen, zu denen die Kanzlerin einlädt“, kritisierte Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner. weiterlesen…

Warum sinken CO2-Emissionen so langsam?

ESYS-Fachleute nennen Gründe in neuem „Kurz erklärt!“

Im vergangenen Jahr sind die CO2-Emissionen in Deutschland laut Umweltbundesamt erstmals seit 2014 merklich auf 866 Millionen Tonnen gesunken. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, genügt das aber nicht. Warum sinken die Emissionen nicht deutlicher, obwohl Windkraft- und Solaranlagen stetig ausgebaut werden? Immerhin deckten regenerative Energiequellen 2018 fast 38 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Vier Hauptgründe nennen Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften – ESYS) einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 14.05.2019 zufolge in der neuen Publikation „Kurz erklärt!“ vier Hauptgründe. weiterlesen…

Europa entscheidet über die Umwelt

Umfrage: 59 Prozent vertrauen auf die EU beim internationalen Klima- und Umweltschutz

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland trauen der EU am ehesten zu, den internationalen Umwelt- und Klimaschutz voranzutreiben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Civey-Umfrage* im Auftrag des WWF Deutschland. Demnach sehen 59 Prozent der Befragten zuallererst die EU in der Lage, etwas für den Schutz unserer Lebensgrundlagen zu tun. weiterlesen…

Schulze will sich Macrons Klimaziel anschließen

Auftakt des 10. Petersberger Klimadialogs

In ihrer Eröffnungsrede zum zehnten Petersberger Klimadialog in Berlin warb Umweltministerin Svenja Schulze vor rund 35 Ministern aus aller Welt für den deutschen Beitritt zur EU-Klimainitiative des französischen Präsidenten Emanuel Macrons. Damit schloss sie sich Macrons Klimaschutzziel an. In der Eröffnungs-Pressekonferenz gemeinsam mit Marc Chardonnens, Direktor des Schweizer Bundesamts für Umwelt, nannte Schulze ausdrücklich den Vorschlag Macrons, sich auf Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2050 festzulegen. Das hatte Merkel erst beim EU-Gipfel vergangene Woche in Sibiu abgelehnt. weiterlesen…

Hausaufgaben für Bundesregierung

Was die Bundesregierung jetzt tun muss, um das Klimaschutzziel 2030 sozial ausgewogen zu erreichen und Strafzahlungen von bis zu 60 Milliarden Euro zu vermeiden

Mit einem Bündel von 15 Maßnahmen kann die Bundesregierung den CO2-Ausstoß Deutschlands so stark verringern, dass das Klimaschutzziel für 2030 in Reichweite rückt. Einen entsprechenden Vorschlag für die Bereiche Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr und Industrie haben Agora Energiewende und Agora Verkehrswende am 13.05.2019 vorgelegt. Die Maßnahmenvorschläge sind als Eckpunkte für das Klimaschutzgesetzt gedacht, das die Bundesregierung in diesem Jahr verabschieden will. Alle Vorschläge sehen konkrete Gesetzesänderungen vor und sind so konzipiert, dass sie noch 2019 vom Bundeskabinett beschlossen werden können. Die „15 Punkte für das Klimaschutzgesetz“ stellen für jede Maßnahme kompakt dar, was in den jeweiligen Sektoren zu tun ist, um den Klimaschutz dort voranzubringen. (Titel: 15 Punkte für das Klimaschutzgesetz – © Agora Verkehrswende; Agora Energiewende) weiterlesen…

Atomstrom klimaschonend, selten lohnend

ESYS-Experten über die Zukunft der Kernenergie

Deutschland steigt im Jahr 2022 aus der Atomenergie aus, das steht fest. Im Gegenzug setzen Länder wie China, Russland und Japan verstärkt auf Kernkraft im Energiemix. Welche Rolle spielt die Kernenergie also für die künftige Weltstromerzeugung – und fürs Klima? Mit dem neuen Publikationsformat „Kurz erklärt!“ gibt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) klare Antworten auf die Frage: „Welche Bedeutung hat die Kernenergie für die künftige Weltstromerzeugung?“– so eine am 13.05.2019 veröffentlichte gemeinsame Medienmitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. weiterlesen…

Kostenfalle mobile Ladetarife für Elektroautos

EuPD-Studie: Hohe Intransparenz und große Preisunterschiede

Besitzer von Elektroautos müssen mit teils exorbitanten Preisen bei Autostromtarifen zum mobilen Laden rechnen. Die häufige Abrechnung nach Ladezeit oder nach Ladevorgängen macht den Kilowattstundenpreis zudem intransparent für den Endkunden und kann mitunter zur Kostenfalle werden, wie eine Studie des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen EuPD Research zeigt. weiterlesen…