„Unermüdlicher Kämpfer für Nachhaltigkeit“

Internationales Symposium  zu Ehren Klaus Töpfers

Mit einem „Honorary Symposium“ wurde der aus dem Amt des IASS-Gründungsdirektors geschiedene Prof. Klaus Töpfer am 11.11.2015 im Rahmen einer  feierlichen Abendveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit rund 200  hochrangigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie jahrelangen Wegbegleitern wie dem Nobelpreisträger Paul Crutzen offiziell verabschiedet. Der 77-jährige ehemalige Bundesumweltminister und frühere Exekutivdirektor des Umweltprogramms der UN (UNEP) hatte die Leitung des von ihm seit 2009 aufgebauten neuartigen Instituts mit transdisziplinärem Ansatz Ende September abgegeben. weiterlesen…

Billig-Öl bremst EE

World Energy Outlook 2015: IEA warnt vor problematischen Konsequenzen des niedrigen Ölpreises

Worüber sich Autofahrer und Öl-Tank-Besitzer freuen, macht der Internationalen Energieagentur (IEA) weniger Spass: Sie befürchtet in ihrem aktuellen, am 11.11.2015 in Berlin vorgestellten World Energy Outlook (WEO) negative Folgen des niedrigen Ölpreises. Wenn Öl-Konzerne nicht mehr investierten, und wenn die Förderung dadurch stocke, könne das Angebot rapide abfallen und die Preise entsprechend steigen. Die IEA sieht die Gefahr, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien hinausgezögert werde. Die Politik könne jedoch gezielt gegensteuern. Zudem steige die Abhängigkeit von Ländern, die – wie etwa die arabischen – billig Öl fördern könnten. Eine kleine Entwarnung gibt die Öl-Preis-Prognose der IEA aber schließlich doch: Längerfristig – bis 2020 – dürfte Öl auf dem Weltmarkt allmählich wieder teurer werden. Der WEO stieß auf heftige Kritik der EnergyWatchGroup. weiterlesen…

IEA-WEO: EE systematisch unterschätzt?

Energy Watch Group fordert realistische Szenarien – „World Energy Outlook bremst weltweiten Ausbau“

Das internationale Netzwerk von Wissenschaftlern und Parlamentariern Energy Watch Group (EWG) fordert von der Internationalen Energieagentur (IEA), endlich realistische Energieprognosen zu veröffentlichen: „Die Bewertung der EWG zeigt, der diesjährige World Energy Outlook (WEO) unterschätzt weiterhin das Potenzial von Solar- und Windkraft massiv und hebt die konventionellen Energien hervor. Der vom WEO prognostizierte Rückgang des Ausbaus von Wind-und Solarenergien ist nicht korrekt.“ weiterlesen…

Rechtliche Rahmenbedingungen vereinfachen

Energie im Wandel: Tagungsfazit

Das Energiesystem wandelt sich. Um Klimazielen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Faktoren gleichermaßen gerecht zu werden, muss die Energienutzung in allen Bereichen effizienter werden. Während beim Strom die Umstellung auf Erneuerbare Energiequellen nach Plan läuft, hinken die Sektoren Wärme, Verkehr, Chemiegrundstoffe hinterher. Ausgehend vom Rohstoff Strom zeigte die am 11./12.11.2015 von Fraunhofer UMSICHT und dem Cluster EnergieForschung.NRW der EnergieAgentur.NRW veranstaltete Tagung Energie im Wandel Perspektiven für die Energieversorgung auf. weiterlesen…

Ölpreis und Energiewende im Wechselspiel

Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht Metaanalyse zur Preisentwicklung fossiler Brennstoffe

Die Internationale Energieagentur rechnet laut ihrem am 11.11.2015 in Berlin vorgestellten World Energy Outlook 2015 für 2020 mit einem Ölpreis von rund 80 US-Dollar pro Barrel. Welche Annahmen darüber hinaus andere wissenschaftliche Szenarien zur langfristigen Entwicklung des Ölpreises treffen, beschreibt eine am 11.11.2015 veröffentlichte Meta-Analyse der Agentur für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

EVU sollen sicher für AKW haften

Jahrtausend-Programm: „Langfristig und umfassend“ für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung zahlen

Energiekonzerne sollen sich nicht mehr aus der Haftung für ihre strahlenden Ruinen stehlen können. Nach dem neuen Gesetzentwurf für ein „Nachhaftungsgesetz“ (18/6615) sollen sie, besonders aber ihre Betreibergesellschaften, zukünftig langfristig und umfassend für Stilllegung, Rückbau, Entsorgung und Endlagerung des von ihnen erzeugten radioaktiven Abfalls haften. Selbst noch nicht bekannte zukünftig mögliche Zahlungspflichten sollen darunter fallen. Die Versuche von AKW-Betreibern, ihre teure, strahlende Erbschaft risikomindernd abzuspalten, hatte die Regierung auf den Plan gerufen. weiterlesen…

Bundesrat will AKW-Rückbau-Pflicht im AtomG

Verbesserungen bei Haftung von Atomkonzernen gefordert

Am 06.11.2015 nahm der Bundesrat zu den Regierungsplänen zur Kostennachhaftung beim Atomausstieg Stellung. Die Länderkammer begrüßte das Ziel des Entwurfes, dass im Falle der Insolvenz eines Atomkraftwerksbetreibers der jeweilige Mutterkonzern haften soll. Das betrifft sowohl die Kosten von Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke,  als auch die Kosten der Entsorgung radioaktiver Abfälle. So soll verhindert werden, dass Konzerne ihr Haftungsvermögen verkleinern, indem sie Tochterfirmen gründen. weiterlesen…

VW-Skandal: Grüne fragen nach NO2-Belastung

Fast 400.000 Menschen in Deutschland betroffen

2012 litten in Deutschland 382.213 Menschen unter übermäßiger NO2-Belastung, wie aus einer Antwort der Bundesregierung (18/6530) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/6398) im Zusammenhang mit der durch die Abgasmanipulationen von VW verursachten erhöhten NO2-Belastung hervorgeht. Allerdings wendeten die Länder unterschiedliche Methoden an, das führe zu „deutlichen Unterschieden bei der Darstellung der Anzahl der betroffenen Menschen in den Städten und Ballungsräumen“. weiterlesen…

Klimaschutz rechnet sich

Volkswirtschaftlicher Nutzen des Klimaschutzes schon 2050 dreimal so groß wie die Kosten

Eine Studie von Prof. Olav Hohmeyer (Flensburg) im Auftrag von Germanwatch belegt, dass sich ambitionierter Klimaschutz auch volkswirtschaftlich rechnet. Auf rund 16 Billionen Euro schon im Jahr 2050 taxiert der Ökonom den weltweiten volkswirtschaftlichen Nutzen eines ambitionierten Klimaschutzes. weiterlesen…

Folgen energetischer Modernisierung

Kleine Anfrage der Linken – 55.000 neue Wärmeliefer-Contracting-Verträge für 2013

Der Bundesregierung liegt zwar keine Statistik der abgeschlossenen Verträge über gewerbliche Wärmelieferung bei Mietverhältnissen vor. Für Deutschland ergeben sich aber nach Schätzung von Verbänden rund 55.000 neue Wärmeliefer-Contracting-Verträge in der gesamten Wohnungswirtschaft für das Jahr 2013. Die Bundesregierung sieht weiter keinen Anlass, die Praxistauglichkeit der Anwendung von Pauschalwerten im Rahmen der energetischen Gebäudesanierung zu überprüfen. Dies geht aus einer Antwort (18/6264) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/6018) zu den Folgen des Mietrechtsänderungsgesetzes hervor. Solarify dokumentiert die Antwort, soweit Fragen und Antworten für das Thema Energieeffizienz relevant sind. weiterlesen…