Carnot-Batterien – Stromspeicher der Zukunft

Standortunabhängig im Gigamaßstab

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellte auf der Hannover Messe erstmals eine Technologie für Energiespeicher im Gigawatt-Maßstab vor. Denn mit steigenden Anteilen schwankender erneuerbarer Energie am Strommix müssen immer größere Mengen elektrischer Energie über mehrere Tage preiswert gespeichert werden. Batteriespeicher sind hierfür heute und in absehbarer Zeit zu teuer und zu wenig zyklenfest. Strom-Wärme-Strom-Speicher (sogenannte „Carnot-Batterien“, siehe solarify.eu/carnot-batterie) stellen in einem CO2-neutralen Energiesystem der Zukunft höchstwahrscheinlich eine Schlüsseltechnologie dar. (Bild: Standortunabhängige Speicher im Gigamaßstab – Foto © DLR (CC-BY -NC-ND 3.0 DE
) weiterlesen…

Rätsel um Antimaterie lösen

Großexperimente SuperKEK und Belle II

Im japanischen Tsukuba hat sich eine Wissenschaftlergruppe von 100 Forschungseinrichtungen aus 25 Ländern an eine Herkules-Aufgabe gemacht: Sie wollen nichts weniger als das Geheimnis der Antimaterie lösen, wollen herausbekommen, warum es im Universum so viel mehr Materie als Antimaterie gibt. Oder: warum die Erde nicht längst von einer Anti-Erde verschlungen worden ist. Das Großexperiment heißt „SuperKEKB“ und „Belle II“. weiterlesen…

Forscher steigern PV-Modulleistung auf 318 Watt

Verbesserte Kontaktierungsverfahren bei hohem Kostensenkungspotenzial

Das Konsortium des von BMBF und BMWi geförderten Forschungsprojekts AdmMo hat monokristalline Siliziumsolarzellen mit einem Wirkungsgrad von mehr als 22 Prozent produziert. Auf Basis dieser Zellen stellte AdMo ein Modul mit 120 Halbzellen und einer Ausgangsleistung von 318 Watt her. Gleichzeitig konnten die Produktionskosten für derartige Module signifikant reduziert werden. weiterlesen…

CO2-Gehalt auf Höchststand seit 800.000 Jahren

Mehr als 410 ppm im gesamten April = Rekord-Kohlendioxidgehalt

Im vergangenen August (11.08.2017) meldete der Jahresbericht der US-Klimabehörde NOAA, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre habe 2016 so schnell zugenommen wie seit 58 Jahren nicht, sie habe im weltweiten Durchschnitt 402,9 ppm erreicht und sei damit so hoch wie noch nie seit 800.000 Jahren, wie der Vergleich mit Eisbohrkernen ergab. Nun lagen sie einen ganzen Monat – den April – über bei durchschnittlich 410 ppm, wie das Mauna Loa Observatoriums auf Hawaii mitteilte – ein neuer Rekord. weiterlesen…

Sprung in der Muschel

Enthüllung: Shell vertuschte seit 1958 Klimarisiko

Den Chefs des Ölriesen Royal Dutch Shell waren die Klimarisiken fossiler Brennstoffe seit 60 Jahren bekannt. Schon in den 80er Jahren bezifferte das Unternehmen intern seinen Anteil an den globalen CO2-Emissionen auf 4 %. Während Shell schon ab 1989 seine Ölbohrinseln auf den Anstieg des Meeresspiegels vorzubereiten begann, unterstützte das Unternehmen die Klimawandel-Leugnung. Der CIEL-Bericht (Center for International Environmental Law), den die Heinrich Böll Stiftung am 25.04.2018 veröffentlichte, zeichnet diese Unternehmenspraktiken seit Ende der 50er Jahre nach. weiterlesen…

Betrieb deutscher AKW – großes Risiko

Weiger: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Atompolitik, weg vom Schutz der AKW-Betreiber, hin zum Schutz der Bevölkerung“

In Deutschland sind noch immer sieben Atomkraft­werke am Netz – trotz großer Sicherheits­mängel, wie die kürzlich vom BUND veröffentlichte Studie „Atomkraft 2018 – sicher, sauber, alles im Griff?“ zeigt. Die Umwelt­organisation fordert daher eine Novelle des Atomgesetzes und damit einen möglichst schnellen Atomausstieg, wie Joschua Katz am 26.04.2018 in energiezukunft berichtete. weiterlesen…

Allianz: „Kohlekraftwerke nicht mehr versicherbar!“

urgewald begrüßt weitere Kohle-Einschnitte der Allianz

Einer der größten Versicherungskonzerne der Welt, die Allianz, hat am 04.05.2018 weitere massive Einschnitte im eigenen Kohle-Geschäft verkündet. Damit geht der Versicherer auf Forderungen von urgewald und des internationalen NGO-Netzwerks Unfriend Coal ein, die seit Monaten auf ein Ende der Versicherung von Kohle als Klimakiller Nummer Eins drängen. Erst Anfang Februar hatte urgewald zusammen mit Unfriend Coal eine Studie zu den Geschäften der Allianz und weiterer Versicherer im Kohle-Land Polen veröffentlicht. Die Allianz tauchte in den Recherchen mehrfach als führender Kohle-Versicherer auf. weiterlesen…

BUND legt Abschaltplan für AKW und Kohlekraftwerke vor

Hubert Weiger: „Es ist viel mehr möglich, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist“

Der BUND hat am 04.05.2018 einen Abschaltplan für Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke vorgelegt. Die Analyse zeige, dass die Versorgungssicherheit nicht gefährdet sei, wenn die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke bis 2020 vom Netz gingen und der Atomausstieg deutlich beschleunigt würde. „Der Abschaltplan ist eine Aufforderung an die politisch Handelnden, endlich tätig zu werden“, erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger bei der Vorstellung des Plans in Berlin. weiterlesen…

PV boomt – negative Strompreise

Solarstrom-Nachfrage zieht kräftig an

Zum Jahresauftakt 2018 legte die Nachfrage nach neuen Solarstromanlagen in Deutschland kräftig zu. Von Januar bis März 2018 hat die Bundesnetzagentur neue Photovoltaik-Systeme mit einer Gesamtleistung von rund 580 Megawatt registriert. Damit ist der deutsche PV-Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 65 Prozent gewachsen, ilte der Branchenverband BSW-Solar mit. Gleichzeitig meldeten Bruno Burgers Energy Charts (ISE) aber wieder negative Strompreise. weiterlesen…

Reduzierte Solarenergie zur Jahrhundertmitte

Jetzt wissen die Wissenschaftler, wie viel

„Unsere Sonne schwächelt“ schrieb das Handelsblatt am 03.05.2018 darüber, dass die Sonne „einem neuen Aktivitätsminimum entgegen“ gehe, und zitierte eine in den Astrophysical Journal Letters publizierte Studie von Forschern der Universität von Kalifornien in San Diego: „Die Sonne könnte bis Mitte des Jahrhunderts weniger Strahlung abgeben, was dem Planeten Erde die Chance gibt, sich etwas langsamer zu erwärmen, aber den Trend des vom Menschen verursachten Klimawandels nicht aufhalten kann“, heißt es dort. Anlass zu Besorgnis oder gar Panik bestehe nicht, denn „größere Auswirkungen auf den Klimawandel dürfte das sogenannte Große Minimum nicht haben“. weiterlesen…