Sprung in der Muschel

Enthüllung: Shell vertuschte seit 1958 Klimarisiko

Den Chefs des Ölriesen Royal Dutch Shell waren die Klimarisiken fossiler Brennstoffe seit 60 Jahren bekannt. Schon in den 80er Jahren bezifferte das Unternehmen intern seinen Anteil an den globalen CO2-Emissionen auf 4 %. Während Shell schon ab 1989 seine Ölbohrinseln auf den Anstieg des Meeresspiegels vorzubereiten begann, unterstützte das Unternehmen die Klimawandel-Leugnung. Der CIEL-Bericht (Center for International Environmental Law), den die Heinrich Böll Stiftung am 25.04.2018 veröffentlichte, zeichnet diese Unternehmenspraktiken seit Ende der 50er Jahre nach. weiterlesen…

Betrieb deutscher AKW – großes Risiko

Weiger: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Atompolitik, weg vom Schutz der AKW-Betreiber, hin zum Schutz der Bevölkerung“

In Deutschland sind noch immer sieben Atomkraft­werke am Netz – trotz großer Sicherheits­mängel, wie die kürzlich vom BUND veröffentlichte Studie „Atomkraft 2018 – sicher, sauber, alles im Griff?“ zeigt. Die Umwelt­organisation fordert daher eine Novelle des Atomgesetzes und damit einen möglichst schnellen Atomausstieg, wie Joschua Katz am 26.04.2018 in energiezukunft berichtete. weiterlesen…

Allianz: „Kohlekraftwerke nicht mehr versicherbar!“

urgewald begrüßt weitere Kohle-Einschnitte der Allianz

Einer der größten Versicherungskonzerne der Welt, die Allianz, hat am 04.05.2018 weitere massive Einschnitte im eigenen Kohle-Geschäft verkündet. Damit geht der Versicherer auf Forderungen von urgewald und des internationalen NGO-Netzwerks Unfriend Coal ein, die seit Monaten auf ein Ende der Versicherung von Kohle als Klimakiller Nummer Eins drängen. Erst Anfang Februar hatte urgewald zusammen mit Unfriend Coal eine Studie zu den Geschäften der Allianz und weiterer Versicherer im Kohle-Land Polen veröffentlicht. Die Allianz tauchte in den Recherchen mehrfach als führender Kohle-Versicherer auf. weiterlesen…

BUND legt Abschaltplan für AKW und Kohlekraftwerke vor

Hubert Weiger: „Es ist viel mehr möglich, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist“

Der BUND hat am 04.05.2018 einen Abschaltplan für Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke vorgelegt. Die Analyse zeige, dass die Versorgungssicherheit nicht gefährdet sei, wenn die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke bis 2020 vom Netz gingen und der Atomausstieg deutlich beschleunigt würde. „Der Abschaltplan ist eine Aufforderung an die politisch Handelnden, endlich tätig zu werden“, erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger bei der Vorstellung des Plans in Berlin. weiterlesen…

PV boomt – negative Strompreise

Solarstrom-Nachfrage zieht kräftig an

Zum Jahresauftakt 2018 legte die Nachfrage nach neuen Solarstromanlagen in Deutschland kräftig zu. Von Januar bis März 2018 hat die Bundesnetzagentur neue Photovoltaik-Systeme mit einer Gesamtleistung von rund 580 Megawatt registriert. Damit ist der deutsche PV-Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 65 Prozent gewachsen, ilte der Branchenverband BSW-Solar mit. Gleichzeitig meldeten Bruno Burgers Energy Charts (ISE) aber wieder negative Strompreise. weiterlesen…

Reduzierte Solarenergie zur Jahrhundertmitte

Jetzt wissen die Wissenschaftler, wie viel

„Unsere Sonne schwächelt“ schrieb das Handelsblatt am 03.05.2018 darüber, dass die Sonne „einem neuen Aktivitätsminimum entgegen“ gehe, und zitierte eine in den Astrophysical Journal Letters publizierte Studie von Forschern der Universität von Kalifornien in San Diego: „Die Sonne könnte bis Mitte des Jahrhunderts weniger Strahlung abgeben, was dem Planeten Erde die Chance gibt, sich etwas langsamer zu erwärmen, aber den Trend des vom Menschen verursachten Klimawandels nicht aufhalten kann“, heißt es dort. Anlass zu Besorgnis oder gar Panik bestehe nicht, denn „größere Auswirkungen auf den Klimawandel dürfte das sogenannte Große Minimum nicht haben“. weiterlesen…

Markt für Pkw mit alternativen Antrieben wächst

dena-Bericht liefert Zahlen, Daten und Fakten zu Elektro-, Hybrid-, Flüssiggas- und Erdgasfahrzeugen

Die Nachfrage nach Pkw mit alternativen Antrieben steigt. Im ersten Quartal 2018 lag der Marktanteil von Fahrzeugen mit Elektro-, Hybrid-, Flüssiggas- oder Erdgasantrieb bei 4,7 Prozent, im Vorjahresquartal waren es 2,8 Prozent. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im vergangenen Jahr um 80 Prozent auf insgesamt 118.000 Pkw. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 03.05.2018 den Monitoringbericht „Alternative Antriebe in Deutschland“ veröffentlicht. weiterlesen…

„Selbstverteidigung“ gegen Sauerstoff für Katalysatoren entwickelt

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr entwickeln Strategie, die einen bio-inspirierten molekularen Katalysator mit Hilfe einer Polymermatrix stabilisiert

Dieser Katalysator ist einer der effizientesten molekularen Katalysatoren für die Wasserstoffoxidation, der mit geringen Energieverlusten und hoher Aktivität arbeitet und damit eine Alternative zu teuren Metallen wie Platin darstellt. Sein Design wurde von der Natur inspiriert; er ahmt Eigenschaften, der Hydrogenasen nach, den Enzymen, die Wasserstoffproduktion oder -oxidation mit Hilfe von auf der Erde reichlich vorhandenen Metallen wie Nickel und Eisen katalysieren. Wie das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion am 16.04.2018 mitteilte, wurde diese Gemeinschaftsarbeit kürzlich in Nature Communications veröffentlicht und von den Editoren hervorgehoben. weiterlesen…

Liberalisierung des Strommarktes

Befreiung für neue Anbieter und die Erneuerbaren

Die Liberalisierung des Strommarktes in der Europäischen Union vor 20 Jahren hat in Deutschland und zahlreichen weiteren EU-Mitgliedstaaten positive Auswirkungen auf die Anbietervielfalt zugunsten einer nachhaltigeren Stromproduktion gehabt. Staaten, die Chancen der Liberalisierung versäumten, hinken hingegen bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien häufig hinterher. Dieses Fazit zieht die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 27.04.2018 nach Auswertung zentraler Kennzahlen zur Entwicklung der Strommärkte in der EU in den vergangenen zwei Jahrzehnten. weiterlesen…

Anthropogenes Verbrennungseisen als komplexer Klimawandelbeschleuniger

Atmosphärische Belastung achtmal höher als bisher geschätzt

Atmosphärisches Eisen beeinflusst den globalen Kohlenstoffkreislauf, indem es die Biogeochemie des Ozeans durch die Ablagerung von löslichem Eisen in den Ozeanen verändert. Bei der anthropogenen (fossilen) Verbrennung freigesetztes Eisen ist eine Quelle löslichen Eisens, die bisher zu Unrecht als weniger wichtig angesehen wurde als andere lösliche Eisenquellen wie Mineralstaub und Biomasseverbrennung. weiterlesen…