EU 2017: erstmals mehr grüner Strom als Kohlestrom

Agora Energiewende und Sandbag legen Bericht zur EU-Energiewende vor

2017 wurde in der Europäischen Union erstmals mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse produziert als aus Stein- und Braunkohle zusammen. Die Stromerzeugung aus diesen Erneuerbaren Energien wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent. Seit 2010 hat sich der Anteil von Strom aus Wind, Sonne und Biomasse – die seit 2000 eingeführten „neuen“ Erneuerbaren Energien – in der EU mehr als verdoppelt. Da jedoch die Wasserkraftproduktion 2017 stark rückläufig war, wuchs der gesamte EE-Anteil an der Stromerzeugung nur leicht von 29,8 auf 30,0 Prozent. Das zeigt eine gemeinsame Analyse zweier ThinktanksAgora Energiewende aus Deutschland und Sandbag aus Großbritannien. Die Autoren der Studie haben öffentliche Daten aus zahlreichen Quellen zusammengetragen und ausgewertet. weiterlesen…

Balance zwischen CO2-Emissionen und Abholzung finden

Holz als Energieträger umstritten

Im Grund seien sich Umweltschützer und Energiekonzerne einig: Energie aus Holz-Biomasse ist wichtig zur Einsparung von CO2-Emissionen. „Das Holz sollte aber nur aus Resten und Industrieabfällen stammen“, schreibt Samuel White am 29.01.2018 auf EURACTIV. „Wenn die EU ihre Klima- und Energieziele erreichen will, müssen die Gesetzgeber eine Balance zwischen der wirtschaftlichen Optimierung der Forstwirtschaft und dem Waldschutz zur Kohlenstoffbindung finden.“ weiterlesen…

Reaktionen auf Diesel-Experimente

Alles distanzieren sich – Kritiker: „Scheinheilig“

Die Tier- und Menschenversuche der EUGT sollten beweisen, wie ungefährlich NO2 sei. Aber schon die Gründung des Fake-e.V. am 07.05.2007 bei Bosch in Berlin begann mit einem Täuschungsversuch; doch das zuständige Amtsgericht Charlottenburg verweigerte die Eintragung des Namens „Europäisches Institut für Umwelt- und Gesundheitsforschung im Transportsektor“. Ein Institut könne nur eine universitäre oder eine vom Staat geförderte Einrichtung sein, sonst bestehe „Täuschungsgefahr“, also nicht Institut, sondern „Forschungsvereinigung“. weiterlesen…

Divestment schlägt ‚grünes Paradox‘

Kohle-Ausstieg: Ankündigung von CO2-Bepreisung führt zu Investment-Abbau bei fossilen Energieträgern

Die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens wird bei Investoren auf der einen Seite und Eignern von fossilen Brennstoffen auf der anderen Seite gegensätzliche Reaktionen auslösen. In vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK-Potsdam) am 29.01.2018 veröffentlichten Studie wurden die beiden Effekte, die bislang nur unabhängig voneinander diskutiert wurden, erstmals gemeinsam untersucht. Unter dem Strich schlägt das Divestment das sogenannte grüne Paradox, wenn ein substanzieller CO2-Preis glaubhaft angekündigt wird, fand ein Team von Energie-Ökonomen heraus. Im Ergebnis würden die CO2-Emissionen insgesamt effektiv verringert. weiterlesen…

Bayerns Staatsregierung missachtet „dreist“ Diesel-Urteil

„Novum in der Rechtsgeschichte“ – noch’n Zwangsgeld gegen Freistaat

Das Verwaltungsgericht München hat am 29.01.2017 nach mündlicher Verhandlung (erneut) ein Zwangsgeld in Höhe von 4.000 Euro gegen den Freistaat Bayern festgesetzt und der Staatsregierung ein weiteres in Höhe von wieder 4.000 Euro angedroht (AZ M 19 X 17.5464). Das Gericht warf der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf dreiste Missachtung eines Gerichtsurteils vor, das den Freistaat zu einem Konzept für Fahrverbote zur Einhaltung von Stickoxid-Grenzwerten verpflichtet. Es sei ein „Novum in der Rechtsgeschichte“ und „auch ein Unding“, dass eine öffentliche Körperschaft Urteile missachte, kritisierte die Vorsitzende Richterin Martina Scherl. Die Staatsregierung lehnt Diesel-Fahrverbote ab und war deshalb bereits zum zweiten Mal von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verklagt worden. weiterlesen…

Fell: „Klimaschutz in Deutschland völlig am Ende“

CO2-Emissionen im zweiten Jahr in Folge deutlich gestiegen

Umweltexperte Hans-Josef Fell beklagt in seinem jüngsten Newsletter: „Alle reden von der Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu senken und entsprechende politische internationale Ziele sind längst verpflichtend eingeführt. Aber die Realität in Deutschland ist das glatte Gegenteil. Klimaschutz findet nicht mehr statt. Die ‚Klimaschutzpolitik‘ der ‚Klimaschutzkanzlerin‘ Merkel führt seit Jahren zum weiteren Steigen von jährlichen Klimagasemissionen und damit zum beschleunigten Aufheizen der Erdatmosphäre.“ weiterlesen…

Nutzen der Natur für Menschen unterschätzt

Kultur – zentrales Bindeglied zwischen Mensch und Natur

Ausreichende Nahrung, sauberes Wasser und reine Luft gehören zu den wertvollsten und bekanntesten Leistungen der Natur für den Menschen. Sie wird deshalb hauptsächlich als Quelle von Dienstleistungen und Rohstoffen betrachtet. 30 internationale Experten haben jetzt in einem in der weltweit renommierten Wissenschaftszeitschrift Science erschienenen Artikel dafür plädiert, Politik und Entscheidungsträger stärker für die gesamte Bandbreite des Nutzens der Natur für den Menschen zu sensibilisieren. weiterlesen…

WWF und LichtBlick: Countdown bis 2020

Schafft Deutschland seine Klimaziele?

Deutschland hat sich für 2020 eine Reihe von verbindlichen Klima- und Energiezielen gesetzt. Doch mit der Umsetzung hapert es. Der WWF Deutschland und Lichtblick zogen am 20.01.2018 eine Zwischenbilanz und erklärten in einer Reihe von Videos, wo wir aktuell stehen und wo die nächste Bundesregierung nachsteuern muss, um das Ziel des Pariser Abkommens einer Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2° C zu begrenzen. weiterlesen…

Abgasversuche auch an Menschen

Autokonzerne verbrämten zynische Lobbyarbeit wissenschaftlich

Einem Bericht der Stuttgarter Zeitung zufolge hat der von großen Autmobilunternehmen finanzierte Verein „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“ (EUGT, 2007-2017) neben den Experimenten mit Affen (siehe: solarify.eu/nyt-zu-tricks-der-diesel-leugner-autoindustrie-hat-ruf-ruiniert) auch einen Versuch an Menschen finanziert. Daimler ging inzwischen voll auf Distanz, Volkswagen teilweise – von BMW und Bosch fehlen Stellungnahmen.
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„Kampfansage an Dezentralität“

„Klimaschutz ohne Strukturbrüche“ heißt nichts anderes als „weiter so“

Seither ist die Debatte davon bestimmt, ob die SPD sich noch mal zu einer GroKo hinreißen lässt und damit die Ära Merkel verlängert, oder ob sie sich auf einen eigenen Weg besinnt. Bei den Diskussionen um potentielle Nachbesserungen, die sowohl auf dem SPD-Parteitag wie auch seither geführt werden, bleibt das Thema Klimaschutz und Energiewende völlig außen vor. Ganz so, als ob dies im Katalog der Nachforderungen keine Berechtigung hätte. Tatsächlich steckt im Postulat, „Klimaschutz ohne Strukturbrüche“ haben zu wollen (Seite 24, GroKo-Sondierungspapier), eine Kampfansage an alle Vorstellungen über eine Dezentralität der Stromversorgung. Und das ist alles andere als eine Nebensächlichkeit. weiterlesen…