Antarktis-Eis schmilzt immer schneller

Nature: Treibhaus-Effekt stärker als erwartet

„Dramatisch: Eisschmelze in der Antarktis hat sich in letzten 10 Jahren verdreifacht – Wissenschaftler warnen: schlimmste Befürchtungen werden übertroffen – Zeitfenster zum Gegensteuern 10 Jahre!“ twitterte Klima- und Energieexperte Jürgen Döschner vom WDR und verwies auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 13.06.2018: „Zwischen 1992 und 2011 lag die Einbuße im Mittel bei 76 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr, zwischen 2012 und 2017 betrug der jährliche Verlust 219 Milliarden Tonnen. Diese Zahlen stammen aus der bislang größten Bilanzrechnung für den Südkontinent. Allein das seit 1992 geschmolzene Antarktiseis hat den Meeresspiegel um 7,6 Millimeter steigen lassen,“ hatte Christopher Schrader geschrieben. weiterlesen…

„Ohne Stromleitung ist Lkw-Flut nicht zu stoppen“

Deutschland macht Güterzügen das Überschreiten der Landesgrenze schwer

Seit Jahrzehnten verspricht die jeweils amtierende Bundesregierung, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dennoch wachsen die Lkw-Kolonnen auf Deutschlands Autobahnen ungebremst, und der Marktanteil der Güterbahnen sinkt. Ein Grund für diesen Missstand: Deutschland als Haupttransitland Europas schottet sein Schienennetz durch fehlende Oberleitungen an Grenzübergängen für internationale Güterzüge ab, wie der Verband Allianz pro Schiene am 16.06.2018 kritisierte. weiterlesen…

Der Januskopf des südasiatischen Monsuns

Das weltweit größte Wetterphänomen reinigt die Luft effizient von Schadstoffen, verteilt sie aber auch über den gesamten Globus

Es ist jedes Jahr das gleiche Phänomen. Während der Trockenzeit im Winter bildet sich durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen und von Biomasse über Südasien eine riesige Schmutzwolke: die Atmospheric Brown Cloud. Warum sie wieder verschwindet, sobald im Frühjahr die Regenzeit einsetzt, hat nun ein internationales Wissenschaftlerteam unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Chemie herausgefunden. Demnach stärken Aufwinde, Gewitter und chemische Reaktionen die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre, so dass Luftschadstoffe effizient aus der Luft gewaschen werden können. Die Schadstoffe jedoch, die nicht beseitigt werden, steigen getrieben durch den Monsun bis in die obere Troposphäre und verteilen sich dann weltweit. weiterlesen…

„…für die Küstenstädte zu spät“

Was das Eis der West-Antarktis vor 10.000 Jahren gerettet hat, wird heute nicht helfen

Der Rückgang der westantarktischen Eismassen nach der letzten Eiszeit wurde überraschenderweise vor etwa 10.000 Jahren zum Teil umgekehrt, wie Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt herausgefunden haben. Die Zunahme der Eisausdehnung damals steht in starkem Gegensatz zu den bisherigen Annahmen. Tatsächlich war es das Schrumpfen selbst, welches das Schrumpfen beendete: Entlastet vom Gewicht des Eises hob sich die Erdkruste, dadurch schob sich das Eis wieder vom Landesinneren in Richtung Meer. Dieser Mechanismus ist allerdings viel zu langsam, um einen gefährlichen Anstieg des Meeresspiegels durch den möglichen Eisverlust in der Westantarktis in naher Zukunft zu verhindern. Nur eine schnelle Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen kann dies leisten. weiterlesen…

Wie der Glaube an die Schönheit eine Krise in der Physik ausgelöst hat

Anil Ananthaswamy untersucht in nature Sabine Hossenfelders Analyse „How Beauty Leads Physics Astray – Lost in Math“, warum das Fach in einer Sackgasse steckt.

„Warum sollten sich die Naturgesetze darum kümmern, was ich schön finde?“ Mit dieser Aussage will die theoretische Physikerin und produktive Bloggerin Sabine Hossenfelder in ihrem neuen Buch Lost in Math eine Geschichte erzählen, die sowohl beruflich als auch persönlich ist. Sie erforscht den Morast, in dem sich die moderne Physik befindet, dank der Verbreitung von Theorien, die nach ästhetischen Kriterien entwickelt wurden, und nicht anhand von Experimenten. Das Buch zeigt auch Hossenfelders eigene Kämpfe mit diesem Ansatz. weiterlesen…

Neue Klasse zweidimensionaler künstlicher Materialien

Internationales Team verifiziert 53 Jahre alte Theorie über ferroelektrische Metalle

1965 stellte Philip W. Anderson, renommierter Physiker der Princeton University und späterer Physik-Nobelpreisträger, die Theorie auf, ferroelektrische Metalle könnten Strom leiten, obwohl sie in der Natur nicht existieren. Jahrzehnte lang dachten Wissenschaftler, es sei unmöglich, die Theorie zu belegen. Es war wie der Versuch, Feuer und Wasser zu mischen, aber schließlich ist es einem von der amerikanischen Rutgers-Universität in New Jersey geführten internationalen Team von Wissenschaftlern doch gelungen; sie haben ihre Ergebnisse nun online in Nature Communications veröffentlicht, schrieb Todd B. Bates am 11.06.2018 auf der Rutgers-Webseite. weiterlesen…

Kommt die energiespeichernde Solarzelle?

FAU-Wissenschaftler erforschen neue Möglichkeiten der Energiespeicherung: DFG fördert das Projekt mit mehr als einer Million Euro

Die Speicherung von Sonnenenergie ist die zentrale Herausforderung der Energiewende. Neben den klassischen Lösungen – wie Solarzellen oder Batterien – eröffnen kreative chemische Konzepte der Energiespeicherung völlig neue Chancen. So ist es möglich, durch intramolekulare Reaktionen die Umwandlung und Speicherung von Sonnenenergie in einem einzigen Molekül zu vereinigen. Dies könnte die Grundlage zum Bau von energiespeichernden Solarzellen sein. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg bearbeiten diese Fragestellung aktuell in zwei Forschungsprojekten und erhalten dafür Fördermittel in Höhe von mehr als einer Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). weiterlesen…

Atomstrom verstopft norddeutsche Netze

Windräder müssen stillstehen, während Atomkraftwerke weiter laufen

Mehr als die Hälfte des Jahres 2017 durften norddeutsche Windkraftanlagen und Solaranlagen keinen Strom produzieren, während Atomkraftwerke in ihrer Nähe weiter liefen. Dies ergibt eine aktuelle Untersuchung des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. weiterlesen…

Neun Fragen und Antworten zum Diesel

Das Umwelt Bundesamt liefert Fakten rund um das Thema Diesel


Dieselautos überschreiten die Euro-Grenzwerte für Stickstoffdioxid auf der Straße deutlich. Fakten zu Stickstoffoxid-Belastung, Fahrverboten, Software-Updates, Nachrüstung mit Katalysatoren und der Rolle von Dieselmotoren für den Klimaschutz bietet das UmweltBundesamt dem geneigten Interessenten. weiterlesen…

„Erkenntnisse über unser Universum entscheidend ergänzen“

Neutrinos kommen auf die Waage

Am 11.06.2018 hat die genaueste Neutrinowaage der Welt – das Karlsruher Tritium-Neutrino-Experiment KATRIN – den Betrieb aufgenommen. Physiker wollen damit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eines der größten Geheimnisse der Neutrinos entschlüsseln – ihre Masse. Damit kommen sie den Grundbausteinen des Universums auf die Spur – so eine Medienmitteilung des BMBF. (Bild: KATRIN-Inauguration – © Markus Breig, kit.edu) weiterlesen…