Tempolimit: Freie Fahrt ist nicht mehr tragbar

Bundesregierung sträubt sich gegen Tempolimit – eine verpasste Chance für Klimaschutz und Verkehrssicherheit

Wenn es um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen geht, wird es schnell emotional. Selbst Menschen, die im Biomarkt einkaufen und deren Kinder bei Fridays for Future demonstrieren, gerät der Klimaschutz aus dem Sinn, wenn es ums Schnellfahren geht. Dann fallen Begriffe wie Freiheitsverlust, Verbotsstaat, Ökodiktatur – manchmal scheint dem deutschen Autofahrer die freie Fahrt so heilig zu sein wie dem Amerikaner der Waffenbesitz. Ein Kommentar von weiterlesen…

BDEW-Studie: „Wie heizt Deutschland?

Studie zeigt: Jedes Bundesland heizt anders

In den Bundesländern gibt es große Unterschiede bei den verwendeten Heiztechnologien – auch das Durchschnittsalter der Heizungsanlagen variiert. Neben der Siedlungsdichte und der vorhandenen Leitungsinfrastruktur haben regionale Besonderheiten Einfluss auf den jeweiligen Wärmemarkt. Details zeigt die repräsentative BDEW-Studie „Wie heizt Deutschland?“ mit umfassenden Analysen zur Beheizung von Wohnungen* in den Bundesländern. weiterlesen…

„Das alles hat die Politik in den Sand gesetzt“

Eine Stellungnahme zum GEG aus dem Wuppertal-Institut

Derzeit liegt das am 23.10.2019 vom Bundeskabinett verabschiedete GebäudeEnergieGesetz (GEG) bei den Ressorts zur Abstimmung. Doch der vorliegende Entwurf kommt spät und ist nicht geeignet, die EU-Vorgaben zu erfüllen. Ein Gastbeitrag von Hans-Jochen Luhmann und Anja Bierwirth vom Wuppertal-Institut. weiterlesen…

Deutschland sagt 1,5 Mrd. Euro für Green Climate Fund zu

Geberkonferenz in Paris sendet mit Wiederauffüllung des Grünen Klimafonds positive Signale für COP25 in Chile

Im Rahmen einer internationalen Geberkonferenz in Paris wurden am 25.10.2019 rund 8,75 Milliarden Euro an zusätzlichen Geldern für den größten internationalen Fonds im Bereich des Klimaschutzes zugesagt. Zahlreiche Geberländer sind dabei dem Beispiel Deutschlands gefolgt und haben ihre Beiträge zum Green Climate Fund (GCF) verdoppelt. Deutschland wird zur Wiederauffüllung des Fonds 1,5 Mrd. Euro bereitstellen. Das sendet ein wichtiges Signal für die Weltklimakonferenz in Santiago de Chile (COP25) im Dezember. Deutschland hatte bereits bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz im Dezember 2018 als einer der ersten Staaten angekündigt, seinen Beitrag zum GCF auf 1,5 Mrd. Euro zu verdoppeln. weiterlesen…

Erneuerbare decken fast drei Viertel des Stromverbrauchs

65-Prozent-Ziel jedoch durch dramatische Situation beim Windenergie-Ausbau und zu wenig neue PV-Anlagen gefährdet

Die Erneuerbaren Energien haben in den ersten drei Quartalen 2019 zusammen 42,9 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das ist ein Anstieg von fast fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum (38,1 Prozent) und ein neuer Bestwert. Im März erreichten die Erneuerbaren aufgrund des außerordentlich starken Windaufkommens sogar 52 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Auswertung. Wenn sich das Wind- und Sonnenaufkommen im vierten Quartal wie im Durchschnitt der letzten Jahre gestaltet, könnte der Erneuerbaren-Anteil im Gesamtjahr 2019 bei gut 42 Prozent liegen. weiterlesen…

Städte rückständig bei Klimarisiko-Einschätzung

Mehr Städte berichten von Klimarisiken, entwickeln aber verzögert Pläne zur Abhilfe

Mehr als 500 Städte weltweit spüren bereits die Auswirkungen des Klimawandels, so der Bericht „Cities at Risk“ des gemeinnützigen Umweltunternehmens Carbon Disclosure Project (CDP), der diese Woche veröffentlicht wurde (s. u.). Wie Maya Earls am 24.10.2019 auf Climate Wire/E&E News schreibt, berichteten 85 % der im vergangenen Jahr befragten Städte über Klimagefahren – darunter Überschwemmungen in London, extreme Winter in New York City sowie Waldbrände und extreme Hitze in Quito, Ecuador. Laut Kyra Appleby, Direktorin des CDP-Städteprogramms hat die jährliche Umfrage 2011 mit nur 48 Antworten begonnen; nach dem Pariser Abkommen COP21 2015 sei die Zahl sprunghaft angestiegen – auf inzwischen 620. weiterlesen…

Jahrhundertprozess gegen ExxonMobil eröffnet

Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft wegen Anlegerbetrugs

Ziemlich genau vor einem Jahr (am 24.10.2018) berichtete die New York Times unter der Überschrift „Exxon an ‚langjährigem betrügerischen Plan‘ beteiligt“ darüber, dass der Staat New York den Ölriesen wegen Täuschung von Aktionären über den Klimawandel verklage. Am 22.10.2019 wurde der Prozess eröffnet. Der Ölmulti hat – das ist inzwischen nachgewiesen – seit 40 Jahren vom Zusammenhang zwischen seinem Geschäft und dem Klimawandel gewusst (siehe solarify.eu/2019/05/19/744-exxon-forscher-prophezeiten-vor-fast-40-jahren-praezise-temperaturanstieg). Das Wall Street Journal: „Exxon misled investors over climate change, court told“ (Gericht: Exxon täuschte Anleger über Klimawandel“). weiterlesen…

Klimapolitik bietet Chancen für Produktionstechnik in Deutschland

„Die Zeit wird knapp. Und wir müssen alle mitnehmen – nicht nur in Deutschland“

Gegen den Klimawandel anzugehen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung ebenso wie der Industrie. „Auf dem Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin hat Frau Merkel vergangene Woche die Bedeutung der neuen Technologien für den Kampf gegen den Klimawandel betont. Dem stimmen wir vollkommen zu und weisen darauf hin, dass wir in der Forschung bereits zahlreiche Lösungen entwickelt haben und an weiteren arbeiten“, betont Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP und Leiter des Instituts Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover. „Für die Umstellung auf erneuerbare Energien und eine umweltgerechtere Produktion braucht es jedoch auch gesetzliche Vorgaben für einen schnellen Transfer der neuen Technologien in die Unternehmen. Nur dann können wir das 2-Grad-Klimaziel erreichen. Darüber hinaus könnten die Innovationen zu einer großen Marktchance für unseren Mittelstand werden.“ weiterlesen…

Kritische Stimmen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Gesetzentwurf für Gebäudeenergiegesetz (GEG) im Kabinett beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 23.10.2019 den vom Wirtschafts- und vom Innenminister vorgelegten Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Sie setzt damit nach eigenen Angaben den Koalitionsvertrag, das Klimaschutzprogramm 2030 und die Beschlüsse des Wohngipfels 2018 um. Das Gebäudeenergiegesetz schaffe ein neues, einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden. weiterlesen…

Wie lässt sich Klimawandel erklären?

Dystopien, Epen, Heldengeschichten: Taugen fiktionale Formate bei der klimakommunikation?

Mit wissenschaftlichen Fakten und Grafiken zum Klimawandel sind viele Menschen offenbar kaum zu erreichen. Klappt es mit spannenden Geschichten vielleicht besser? Ein Workshop auf dem K3-Kongress betrachtete Chancen und Risiken von „Storytelling“ und „Narrativen“. Der Bericht darüber ist nachzulesen auf klimafakten.de vom 17.10.2019. weiterlesen…