Tauende Arktis im Radar-Blick

Permafrost-Monitoring mit neuester Radartechnologie in deutsch-kanadischer Zusammenarbeit

Permafrost prägt seit Jahrtausenden den Untergrund der arktischen und subarktischen Breiten und reicht von wenigen Metern bis mehr als einen Kilometer tief ins Erdinnere. Doch die globale Erwärmung lässt den dauerhaft gefrorenen Boden seit einigen Jahrzehnten drastisch auftauen. Besonders kritisch ist dabei der Austritt der Treibhausgase Methan und Kohlenstoffdioxid, die in riesigen Mengen abgestorbener Pflanzenreste im Eis gebunden sind und nun zunehmend in die Atmosphäre freigesetzt werden. (Bild: Vegetation des Mackenzie Deltas – © DLR (CC-BY 3.0)) weiterlesen…

Was tanken wir morgen?


Max-Planck-Tag 2018: Vortrag von Prof. Robert Schlögl

Am 14.09.2018, dem bundesweiten Max-Planck-Tag, hielt Prof. Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Mülheimer Max-Planck-Instituts für Chemische Energieumwandlung einen Vortrag zur Beantwortung der Frage „was tanken wir morgen?“ über die Treibstoffe der Zukunft – die Antwort: synthetische Kraftstoffe (siehe: solarify.eu/alternative-kraftstoffe) kombiniert mit Strom werden die sinnvollste Antriebsart für die Zukunft sein. Jedenfalls helfe die Verteufelung des Verbrennungsmotors nicht weiter. weiterlesen…

Leitprojekt MethQuest startet

Methanbasierte Kraftstoffe für Verkehr und Energieversorgung

Mit 27 Partnern aus Forschung, Industrie und Energiewirtschaft und vom BMWi mit 19 Millionen Euro gefördert, startete am 14.09.2018 ein neues „Leitprojekt“ namens MethQuest. Unter der gemeinsamen Koordination von Rolls-Royce Power Systems und der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sollen in sechs Verbundvorhaben Methangewinnung, neue Motorenkonzepte für Schiffe, Blockheizkraftwerke und synthetische Kraftstoffe für Pkw bis hin zur Sektorkopplung durch Microgrid-Lösungen für Binnen- und Seehäfen sowie systemanalytische Bewertung erforschen. weiterlesen…

Und die Arktis taut weiter

Arktischer Ozean verliert überdurchschnittlich viel Meereis

Wenn in diesen Septembertagen die Sommerschmelze des arktischen Meereises endet, wird die Eisdecke voraussichtlich auf eine Ausdehnung von 4,4 (+/- 0,1) Millionen Quadratkilometer geschmolzen sein, dem sechstkleinsten Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1979. Das berichteten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und der Universität Bremen in einer gemeinsamen Presseerklärung am 13.09.2018. weiterlesen…

ENERGI3: Integriert, intelligent, international

ESYS-Energie-Symposium – „die nächste Phase der Energiewende“

Es ist Sand im Getriebe des Energiewende-Motors: Die Treibhausgasemissionen stagnieren oder steigen, Deutschland nutzt immer noch sehr viel Kohle und Erdöl und verfehlt seine Klimaziele. Wie Hemmnisse entfernt werden können, damit die Energiewende richtig Fahrt aufnehmen kann, untersucht das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) und unterbreitete in den vergangenen fünf Jahren Lösungsvorschläge – unter anderem, einen wirksamen, sektorübergreifenden CO2-Preis für alle Emissionen, mehr Erneuerbare Energien zur Wärmebereitstellung und im Verkehr einzusetzen und die deutsche Energiepolitik internationaler auszurichten. Der Sprung in die nächste Phase der Energiewende, anstehender Forschungsbedarf, neue Spielräume und Steuerungsmechanismen – waren Fragestellungen beim ESYS-Energiesymposium am 12.09.2018 in Berlin. Solarify dokumentiert die Beiträge in Ausschnitten. weiterlesen…

Verbesserte Qualitätskontrolle für Brennstoffzellen

Bipolarplatten sind zentrale Komponenten von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren

Mit standardisierten Verfahren zur Messung physikalischer Parameter will ein Konsortium aus sechs großen deutschen Forschungseinrichtungen, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Brennstoffzellen-technologie den Weg zur Wettbewerbsfähigkeit ebnen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) geförderten Verbundvorhabens „BePPel“ (Bipolarplatten für Brennstoff-zellen und Elektrolyseure) sollen die von der Industrie geforderten Messstandards im Sinne einer verbesserten Qualitätsüberwachung bis September 2019 entwickelt und implementiert werden. (Foto: Bipolarplatte mit Flussfeld – © DLR) weiterlesen…

Licht sorgt für Spin

FAU-Forscher entschlüsseln Dynamik von Elektronen in Perowskit-Kristallen

Physiker der FAU haben nachgewiesen, dass einfallendes Licht die Elektronen in warmen Perowskiten in Drehung versetzt und damit die Richtung des Stromflusses bestimmt. Damit entschlüsseln sie eine wichtige Eigenschaft dieser Kristalle, die bei der Entwicklung neuartiger Solarzellen eine wichtige Rolle spielen könnten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences” veröffentlicht (doi: 10.1073/pnas.1805422115 – „Structural fluctuations cause spin-split states in tetragonal (CH3NH3)PbI3: Experimental evidence from circular photogalvanic effect“, „Proceedings of the National Academy of Sciences”). weiterlesen…

IASS: Klima-Geoengineering kann COP21 nicht retten

Aber Klimaziele mit drastischen CO2-Reduktionen noch erreichbar

Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, soll das Pariser Klimaabkommen die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad und möglichst auf 1,5° begrenzen. Das ist nur möglich, wenn die Staaten ihre Emissionen erheblich stärker reduzieren, als sie es bisher im Rahmen des Abkommens zugesagt haben. Wäre Klima-Geoengineering ein Plan B, falls dies nicht gelingt? Davon seien die vorgeschlagenen Technologien weit entfernt, schreibt ein Autorenteam um IASS-Direktor Mark Lawrence in Nature Communications. weiterlesen…

Die Kraft der Sonne besser nutzen

Wissenschaftler messen Einfluss von Wolken

Die Erzeugung von PV-Strom unterliegt wetterbedingten Schwankungen, deren genaue Vorhersage eine große Herausforderung für den Betrieb der Stromnetze darstellt. Wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am 12.09.2018 mitteilten, erforschen ihre Wissenschaftler daher gemeinsam mit Partnern im Verbundprojekt „MetPVNet“ die Auswirkungen von Wolken auf die Sonneneinstrahlung und die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen. Im September findet dazu eine Messkampagne an mehreren Standorten im Allgäu statt. Ziel ist die Entwicklung von neuen energiemeteorologischen Methoden und Computermodellen, die eine bessere Vorhersage der Einspeisung aus Photovoltaikanlagen in das Stromnetz erlauben. weiterlesen…

Bei Gleichbehandlung mehr Geld für Strom aus EE

EEG-Ausnahmen dämmen private Zahlungsbereitschaft für grünen Strom

Die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist seit Jahren umstritten. Eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die jetzt in der energiewirtschaftlichen Fachzeitschrift Nature Energy erscheint, zeigt nun, dass solche indirekten Subventionen die Zahlungsbereitschaft von privaten Haushalten beeinflussen: Würden die Ausnahmeregelungen für Unternehmen wegfallen, könnte die Akzeptanz für die Kosten der Energiewende deutlich zunehmen, so das Resümee. weiterlesen…